Sicherheitskräfte räumen Migrantenlager mit mehr als 1000 Menschen in Grande-Synthe

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    Frankreich,

    Sicherheitskräfte haben am Dienstag ein Lager mit mehr als 1000 Menschen in Grande-Synthe geräumt.

    Archivfoto eines Migrantenlagers in Grande-Synthe
    Archivfoto eines Migrantenlagers in Grande-Synthe - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sicherheitskräfte räumten am Dienstag ein Migrantenlager.
    • Darin wohnten über 1000 Menschen.

    «Auf meine Anordnung hin haben die Sicherheitskräfte mit der Evakuation des illegalen Migrantenlagers begonnen», schriebt Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter. Hilfsorganisationen kritisierten, dass die Migranten nicht informiert worden waren, und dass ihre Zelte und Schlafsäcke zerstört wurden.

    Der Bürgermeister des Küstenortes, Martial Beyaert, hatte vor einigen Tagen Innenminister Darmanin dazu aufgerufen, das Lager räumen zu lassen. «Die Situation verschlimmert sich immer weiter», sagte er und bat um die Entsendung eines staatlichen Vermittlers. «Die Bewohner von Grande-Synthe fühlen sich vom Staat allein gelassen», kritisierte er. Im benachbarten Calais ist seit mehreren Wochen ein Vermittler im Einsatz, um Lösungen für die Migranten zu finden, die auf eine Überfahrt nach Grossbritannien hoffen.

    Zwischen Januar und Ende September haben knapp 30.000 Migranten versucht, über den Ärmelkanal nach Grossbritannien zu gelangen. Dabei kam es häufig zu Unfällen. Seit Januar sind drei Menschen ertrunken, vier weitere gelten als vermisst. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Versuche und damit auch die Zahl der Unfälle erheblich angestiegen, was die Spannungen mit der britischen Regierung erhöht hat.

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