Seit knapp neun Monaten kämpfen die Ukraine und Russland gegeneinander. Wolodymyr Selenskyj und Jens Stoltenberg mahnen zur weiteren Unterstützung der Ukraine.
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Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. - UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Selenskyj ruft dazu auf, alles zu tun, dass die Gemeinschaft nicht geschwächt werde.
  • Zudem bat der ukrainische Präsident für mehr Luftabwehrwaffen.
  • Jens Stoltenberg warnte vor dem hohen Preis, den man bei einem russischen Sieg zahle.

Der Westen und die internationale Gemeinschaft werden nach neun Monaten Ukraine-Krieg ermahnt, an der Seite Kiews nicht einzuknicken. «Ich rufe sie auf, alles dafür zu tun, dass unsere Gemeinschaft niemals geschwächt wird.» Dies sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag.

Jeder sehe, welchen Beitrag die Ukraine mit ihrem Kampf gegen die russische Aggression gerade für die Sicherheit aller Demokratien leiste. So Selenskyj in einer Videoansprache bei einer Plenarsitzung der Parlamentarischen Versammlung der Nato in Madrid. Er bat erneut um mehr Luftabwehrwaffen. Er forderte zudem alle Parlamente der 30 Nato-Mitgliedsländer auf, Russland als «terroristischen Staat» zu brandmarken.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte davor, bei der Unterstützung für die Ukraine nachzulassen. Er wisse, dass viele Menschen unter den steigenden Kosten für Energie und Lebensmittel litten. Man werde aber einen noch höheren Preis bezahlen, falls Russland gewinne.

Jens Stoltenberg
Jens Stoltenberg bei einem Nato-Gipfel in Brüssel - AFP

«Autoritäre Regime weltweit werden lernen, dass sie mit brutaler Gewalt bekommen, was sie wollen», warnte Stoltenberg. Die Welt wäre noch unsicherer.

Der Kreml ist unterdessen Befürchtungen der russischen Bevölkerung entgegengetreten, dass eine zweite Mobilisierungswelle von Reservisten geplant sei. Darüber gebe es im Kreml «keine Diskussion», sagte Sprecher Dmitri Peskow laut Nachrichtenagenturen.

Zuvor hatte Moskau russischen Angaben zufolge rund 300 000 Reservisten an die Waffen gerufen. Rund 82 000 davon waren Anfang November bereits an der Front im Einsatz, die übrigen waren in Ausbildung. Die Mobilmachung hatte in Russland eine Massenpanik ausgelöst, Hunderttausende Menschen flohen – zumindest zeitweise – ins Ausland.

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Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine. - UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SERVICE/AFP

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