Selenskyj trifft baltische und nordische Regierungschefs in Estland

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Estland,

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Estland mit den Ministerpräsidenten der nordischen und baltischen Staaten zusammengetroffen. In der Hauptstadt Tallinn nahm er als Gast am Gipfeltreffen der sogenannten NB8-Staaten teil.

Wolodymyr Selenskyj
Wolodymyr Selenskyj ist in Estland mit den Ministerpräsidenten der nordischen und baltischen Staaten zusammengetroffen. - keystone

Zuvor war Selenskyj bereits zu Einzelgesprächen mit einigen der Regierungschefs und Estlands Staatspräsident Alar Karis zusammengekommen. Zu der Staatengruppe gehören Schweden, Finnland, Norwegen, Island, Dänemark, Estland, Lettland und Litauen.

«Wir werden darüber beraten, wie wir die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine stärken, den Druck auf Russland erhöhen und Europa insgesamt sicherer machen können», sagte der Gastgeber, Estlands Ministerpräsident Kristen Michal, vor den eintägigen Gesprächen in dem an Russland grenzenden Baltenstaat.

Die nordischen und baltischen Staaten zählen zu den grössten Unterstützern der Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. Gemeinsam haben die acht Länder, von denen fünf an Russland grenzen, nach Angaben der estnischen Staatskanzlei bislang Hilfe im Wert von mehr als 42 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Gemessen an der Bevölkerungsgrösse sei dies der weltweit höchste Beitrag pro Kopf.

Wiederholte Vorfälle mit ukrainischen Drohnen

Ein weiteres Gesprächsthema dürfte die Verhinderung von Vorfällen mit einfliegenden Drohnen sein. Im Zuge des Ukraine-Krieges sind bei Angriffen wiederholt fehlgeleitete ukrainische Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten und auch Finnlands eingedrungen und teils abgestürzt. Kiew hatte mit ihnen Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen.

Estland war das erste Land im Baltikum, in dem Nato-Kampfjets eine eingeflogene Drohne abgeschossen hatten, am Montag wurde auch über Lettland ein unbemannter Flugkörper vom Himmel geholt. Grössere Schäden oder Verletzte gab es dabei nicht. Die Vorfälle lösten aber politische Diskussionen aus und führten zu Spannungen mit Russland.

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