Nach dem sich abzeichnenden deutlichen Wahlsieg der SPD in Mecklenburg-Vorpommern hat sich Ministerpräsidentin und Spitzenkandidatin Manuela Schwesig mögliche Koalitionsoptionen offen gehalten.
Schwesig
Schwesig - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • SPD-Spitzenkandidatin: «Schauen, mit wem man stabile Regierung bilden kann».

Die Parteigremien würden am Montagabend beraten und schauen, «mit wem wir Gespräche führen werden», sagte Schwesig am Sonntag. Zunächst müsse das endgültige Ergebnis abgewartet werden.

Wichtig für die künftige Regierungsbildung seien drei Punkte. Zum einen müsse es «stabile Mehrheiten» geben, die SPD müsse ihre Themen voranbringen können, und «es müssen verlässliche Partner sein», sagte Schwesig, deren SPD in Schwerin derzeit mit der CDU regiert.

Zuvor sprach Schwesig auf der Wahlparty der SPD in Schwerin von einem «wunderbaren Abend». «Ich freue mich, dass es bei der Wahl ein ganz klares Bürgervotum gibt für die SPD in Mecklenburg-Vorpommern», freute sich Schwesig.

Sie bedankte sich «bei den Menschen in unserem Land». Sie habe die Unterstützung der Bürger «oft gespürt», in der Corona-Pandemie und als sie selbst an Krebs erkrankt war.

Die SPD kam Prognosen von ARD und ZDF zufolge am Sonntag auf 37 Prozent bis 39 Prozent und baute ihre Position als stärkste Kraft im Landtag deutlich aus. Die AfD wurde mit 17 bis 18,5 Prozent erneut zweitstärkste Partei, musste allerdings Verluste hinnehmen.

Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Michael Sack rutschte laut Prognosen auf 14 Prozent ab und fuhr damit ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit 1990 ein. Die Linke erreichte zehn Prozent.

Die Grünen lagen in den Erhebungen bei sechseinhalb bis sieben Prozent, die FDP bei sechs bis sechseinhalb. Beide Parteien würde damit der Wiedereinzug in den Schweriner Landtag gelingen. Die Wahlbeteiligung lag laut ZDF-Prognose bei 73 Prozent.

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