Adele Neuhauser spricht offen über intime Szenen beim Dreh
Die Schauspielerin Adele Neuhauser wagt sich in «Makellos» an intime Szenen und thematisiert dabei Schönheit und Körper älterer Frauen.

Adele Neuhauser (67) überschreitet in ihrem neuen ARD-Film persönliche Grenzen. Die Schauspielerin zeigt sich in intimen Szenen nackt vor der Kamera, schreibt «web.de».
«Meine Scham zu überwinden und wie weit will und muss ich wirklich gehen?», beschreibt Neuhauser ihre Herausforderung beim Dreh.
Im Film «Makellos – Eine kurze Welle des Glücks» spielt Adele Neuhauser Constanze, eine Münchnerin in leidenschaftsloser Ehe. Die Protagonistin sucht Erfüllung bei einem jüngeren Callboy.
Körperliche Realität ohne Scham
Mit Regisseur Dirk Kummer und Kollege Manuel Rubey besprach das Team den sensiblen Umgang mit intimen Szenen. «Weil mehr brauchen wir auch nicht zu sehen», erklärte Neuhauser laut dem «Stern».
Die Darstellung des alternden Körpers war Neuhauser wichtig. «Kaum ein 67-jähriger Körper ist makellos und man braucht sich auch nicht dafür zu schämen», betonte sie.
Neuhauser will mit dem Film gesellschaftliche Sehgewohnheiten hinterfragen. Ältere Frauen mit körperlichen Bedürfnissen seien in der Gesellschaft noch immer ein Tabu.
Adele Neuhauser kritisiert doppelte Standards
Die Konstellation eines älteren Mannes mit jüngerer Frau sei gesellschaftlich seit Jahrhunderten anerkannt, schreibt «T-Online».

Aber man sei es noch immer nicht gewohnt, eine ältere Frau mit einem jüngeren Mann so zu zeigen, meint Neuhauser.
Frauen zwischen 40 und 60 hätten eine «Wüstenzeit» vor sich. Filmschaffende hätten die Pflicht, sich solchen Themen zu stellen.
Komplexe Handlung jenseits der Erotik
Der Film thematisiert mehr als nur körperliche Aspekte. Constanze fühlt sich in ihrer Ehe unsichtbar geworden, schreibt «web.de».
Als ihr Mann gefragt wird, ob er sie noch attraktiv finde, seufzt er nur. Die Geschichte entwickelt sich zur Tragikomödie mit kriminellen Wendungen.
«Makellos» ist die dritte Zusammenarbeit von Neuhauser, Kummer und Drehbuchautor Uli Brée, schreibt «T-Online». Nach «Faltenfrei» und «Ungeschminkt» widmet sich das Trio erneut gesellschaftlichen Tabuthemen.
















