Schwangerschaftsabbruch in Kansas (USA) weiterhin legal

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    USA,

    Das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch soll weiterhin bestehen. Dafür haben sich Wähler im traditionell konservativen US-Bundesstaat Kansas ausgesprochen.

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    Der Schwangerschaftsabbruch ist eines der kontroversesten gesellschaftlichen Themen in den USA. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wähler in Kansas stimmen für die Beibehaltung des Rechts auf Abtreibungen.
    • Das Votum gilt auch als Testfall für die Abtreibungsrechte in den USA insgesamt.
    • Kansas ist ein traditionell konservativer Bundesstaat.

    In dem traditionell konservativen US-Bundesstaat Kansas lehnten die Wähler ab, das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch aus der Landesverfassung zu streichen. Andernfalls hätten Abtreibungen in Kansas erheblich eingeschränkt oder ganz verboten werden können.

    Das Referendum in dem Bundesstaat im Mittleren Westen war das erste Votum zu dem Thema. Dies, seit der Oberste Gerichtshof der USA am 24. Juni das landesweite Grundrecht auf Abtreibung gekippt hatte.

    Als Reaktion auf die Entscheidung des Supreme Court hatte das von den Republikanern dominierte Parlament von Kansas einen Änderungsantrag eingebracht. Damit sollte das in der Landesverfassung verankerte Recht auf Abtreibungen abgeschafft werden. Dies mit dem Ziel, die Regulierung wieder dem Gesetzgeber zu überlassen.

    Schwangerschaftsabbruch: Votum ist Testfall für andere Staaten

    Befürworter des Rechts auf einen Schwangerschaftsabbruch sahen die Kampagne als Versuch, den Weg für ein vollständiges Verbot freizumachen. Ein konservativer Abgeordneter hat bereits einen Gesetzentwurf eingebracht. Dieser würde Abtreibungen ohne Ausnahmen bei Vergewaltigung, Inzest oder Gefahr für das Leben der Mutter verbieten.

    Derzeit garantiert der Bundesstaat den Zugang zur Abtreibung bis zur 22. Woche. Der Oberste Gerichtshofs des Bundesstaats hatte im Jahr 2019 das Recht auf Abtreibungen nochmal bestätigt.

    Schwangerschaftsabbruch
    Proteste wegen Schwangerschaftsabbruch in Texas (Archiv). - keystone

    Das Votum gilt auch als Testfall für die Abtreibungsrechte in den USA insgesamt. Zahlreiche republikanisch dominierte Bundesstaaten haben strikte Abtreibungsverbote beschlossen oder ebenen den Weg dazu.

    In anderen Bundesstaaten wie Kalifornien und Kentucky stimmen die Bürger im November über das Thema ab. Zeitgleich mit den Zwischenwahlen zum Kongress. Dabei hoffen sowohl Republikaner als auch Demokraten, ihre Anhänger mit dem Thema zu mobilisieren.

    Historische Zäsur

    Der Supreme Court hatte am 24. Juni das Grundsatzurteil «Roe v. Wade» aus dem Jahr 1973 aufgehoben, das ein landesweites Grundrecht auf Abtreibungen verankert hatte.

    Die Entscheidung sorgte für ein politisches Erdbeben und gilt als historische Zäsur. Weil es kein Bundesgesetz zu Abtreibungen gibt, können Bundesstaaten jetzt Schwangerschaftsabbrüche weitgehend oder komplett verbieten.

    Ein sehr weitgehendes Abtreibungsverbot soll unter anderem bald im Bundesstaat Idaho in Kraft treten. Die US-Regierung verklagte den Bundesstaat deswegen am Dienstag - der erste solche Schritt sei dem Aus für «Roe v. Wade».

    In Idaho sollen Abtreibungen nur erlaubt bleiben, wenn das Leben von Schwangeren in Gefahr ist. Der Schutz der Gesundheit der Frau ist dagegen keine ausreichende Begründung für eine Abtreibung.

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