Nächste Schritte in der gemeinsamen Spitalplanung der beiden Basel
Der Versorgungsplanungsbericht Psychiatrie 2026 ist am Montag in den beiden Basel in die Vernehmlassung gegangen. Basierend darauf sollen per 1. Januar 2028 neue Spitallisten für die Psychiatrie in Kraft treten, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Kantone vom Montag hiess.

Laut dem Bericht wird für die Erwachsenenpsychiatrie bis 2036 ein leichter Rückgang der stationären Fallzahlen erwartet. Zu einer Zunahme komme es hingegen sowohl in der Alters- als auch in der Jugend- und Kinderpsychiatrie.
Leistungen würden künftig vermehrt ambulant erbracht, dies könne aber nur unter geeigneten strukturellen Voraussetzungen geschehen. Zuerst werde eine bessere Datengrundlage für die Gründe der «überdurchschnittlichen Inanspruchnahme» psychiatrischer Leistungen benötigt.
Im Bereich Akutsomatik müssen zudem die bestehenden Spitallisten aktualisiert werden, wie das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt (GD) und die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland (VGD) schrieben. Derzeit erarbeite man neue Ansatzpunkte zur verstärkten Ambulantisierung und Volumensteuerung.
Im Hinblick auf die einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) will man Krankenversicherer und Leistungserbringer an Bord holen, wie der Mitteilung zu entnehmen war. Über die laufenden Arbeiten werde zu einem späteren Zeitpunkt informiert.
Eine neue, gleichlautende Spitalliste für den Bereich Rehabilitation soll frühestens im Jahr 2030 kommen, wie es weiter hiess. Aktuell seien in den Nordwestschweizer Partnerkantonen Arbeiten zur punktuellen Anpassung der Nomenklatur im Gang.
Die Gemeinsame Gesundheitsregion (GGR) werde so konsequent weitergeführt, schrieben die Kantone. In etwas mehr als einem Jahr hatte aber eher unkoordiniertes Verhalten für Schlagzeilen gesorgt.
So hatte das Universitätsspital Basel im Juli 2025 überraschend den Kauf des Claraspitals verkündet. Im Mai dieses Jahres war Baselland mit einem neuen kantonalen Versorgungsmodell vorgeprescht, das auch Versicherungen und Leistungserbringer mit an Bord holen soll.






