Russland scheint Ende von Syrien-Hilfsmechanismus vorzubereiten

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    Vor dem Auslaufen einer wichtigen UN-Resolution zur humanitären Hilfe für Millionen Syrer scheint Russland das endgültige Ende des Mechanismus vorzubereiten.

    Sergej Lawrow, Aussenminister von Russland. Foto: Pavel Golovkin/AP POOL/dpa
    Sergej Lawrow, Aussenminister von Russland. Foto: Pavel Golovkin/AP POOL/dpa - sda - Keystone/AP POOL/Pavel Golovkin

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bald läuft eine wichtige UN-Resolution zur humanitären Hilfe in Syrien aus.
    • Russland scheint sich aus dem Projekt zurückziehen zu wollen.
    • Die Regelung erlaubt es den Vereinten Nationen wichtige Hilfsgüter nach Syrien zu bringen.

    Vor dem Auslaufen einer wichtigen UN-Resolution zur humanitären Hilfe für Millionen Syrer scheint Russland das endgültige Ende des Mechanismus vorzubereiten.

    «Wir können den Einschätzungen nicht zustimmen, dass es keine Alternative zum grenzüberschreitenden Mechanismus in Syrien gibt.» Dies geht aus einer kürzlich verfassten Nachricht des russischen Aussenministers Sergej Lawrow an UN-Generalsekretär António Guterres hervor. Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

    Das Veto von Russland

    Hintergrund ist eine seit 2014 bestehende UN-Resolution, die in einem Monat ausläuft, wenn sie nicht verlängert wird. Die Regelung erlaubte es den Vereinten Nationen, wichtige Hilfsgüter über Grenzübergänge auch in Teile Syriens zu bringen.

    Nach russischem Widerstand wurden die einst vier Übergänge zunächst auf zwei und vergangenen Sommer auf nur noch einen reduziert. Seitdem hat sich die Versorgungslage für einige Regionen nach Darstellung von Hilfsorganisationen deutlich verschlechtert.

    baschar al-assad
    Baschar al-Assad, Präsident von Syrien, nimmt an einem Treffen der Baath-Partei teil. Foto: -/SANA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits - sda - Keystone/SANA/-

    Lawrow wirbt in seiner Nachricht dafür, dass die Hilfe künftig über das von Machthaber Baschar al-Assad kontrollierte Damaskus betrieben wird. Mit dem Schreiben scheint Russland den Boden dafür zu bereiten, die angestrebte Verlängerung des Mandats bis zum Auslaufen am 10. Juli mit einem Veto unmöglich zu machen.

    Moskau verspricht sich von der Schliessung des letzten Grenzüberganges und der Beendigung des Hilfsmechanismus eine Stärkung seines Verbündeten Assad.

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