NATO

    Russischer Spitzenpolitiker droht Finnland mit «Vernichtung»

    Aaron Studer
    Aaron Studer

    Russland,

    Ein hochrangiger russischer Politiker warf der finnischen Regierung vor, das Land «in den Abgrund» zu führen.

    finnland
    Seit dem Nato-Beitritt von Finnland droht der Kreml dem nordischen Land immer öfter. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aleksej Schurawljow, Vizevorsitzender des Verteidigungsausschusses des russischen Parlaments, droht Finnland.
    • Die Landesgrenze von Finnland und Russland ist rund 1300 Kilometer lang.
    • In Zukunft soll eine multinationale Nato-Bodentruppe in Finnland stationiert werden.

    Ein hochrangiger russischer Politiker hat Finnland offen mit der «Vernichtung» bedroht. Aleksej Schurawljow, Vizevorsitzender des Verteidigungsausschusses des russischen Parlaments, erklärte gegenüber dem kremlnahen Portal «Gazeta.ru»: Russland habe bereits genug Militär an der Grenze, um «die Hälfte Finnlands in die Luft zu sprengen».

    Die Aussagen fielen einen Tag nach der finnischen Ankündigung: Gemeinsam mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin in der Stadt Tampere, Europas erstes Wartungszentrum für Mehrfachraketenwerfer zu bauen.

    Glaubst du die Drohungen sind ernst gemeint?

    Schurawljow warf der finnischen Regierung vor, das Land «in den Abgrund» zu führen. Er bezeichnete die Pläne als gezielte Provokation gegenüber Russland.

    Zugleich kündigte er an, Moskau werde seine Verteidigung entlang der gemeinsamen Grenze weiter ausbauen. Der Politiker gilt auch nach russischen Massstäben als besonders kompromissloser Hardliner.

    Finnland rüstet seine Streitkräfte auf

    Finnland trat 2023 der Nato bei. Auslöser war der russische Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022. Seither arbeitet Helsinki deutlich enger mit westlichen Verbündeten zusammen.

    Kein anderes Nato-Mitglied teilt eine längere Landgrenze mit Russland als Finnland: Sie ist rund 1300 Kilometer lang.

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    Die Grenze von Finnland und Russland ist etwa 1300 Kilometer lang. - GoogleMaps

    Sicherheitsbehörden in Finnland und Norwegen beobachten nach eigenen Angaben seit Längerem einen Ausbau russischer Militärkapazitäten an der Nordflanke der Nato.

    Mehrere europäische Nachrichtendienste haben zuletzt gewarnt: Russland könnte sich bereits vor einem Ende des Ukraine-Krieges auf einen möglichen Konflikt mit dem Bündnis vorbereiten.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Nato-Beitritt Finnlands bereits damals kritisiert. Er erklärte, Helsinki werde dadurch «Probleme» bekommen. Finnland gilt deshalb innerhalb des Bündnisses als besonders gefährdetes Mitglied.

    Finnlands Parlament ermöglicht Atomwaffen auf eigenem Boden

    Anders als viele andere europäische Länder hielt Helsinki an der Wehrpflicht fest. Das Land setzte zudem auf grosse Reserven und die gezielte Einlagerung militärischer Ausrüstung. Künftig soll dort auch eine multinationale Nato-Bodentruppe stationiert werden.

    Das finnische Parlament beschloss kürzlich eine Gesetzesänderung ab dem 1. Juli. Sie ermöglicht den Transport und die Stationierung von Atomwaffen auf finnischem Staatsgebiet.

    Finnland, Norwegen und Schweden haben inzwischen eine gemeinsame Verteidigungskonferenz ins Leben gerufen. Das Ziel: Eine koordinierte Antwort auf Drohungen aus Moskau.

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    Kommentare

    User #2785 (nicht angemeldet)

    Verdammte Faschisten dürfen nicht existieren und werden von Russland kräftig geschlagen.

    User #2785 (nicht angemeldet)

    Russland kann nicht nur Finnland, sondern den gesamten Westen komplett vernichten.

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