Nach spektakulärer Flucht - Kritiker aus China erreicht Ziel

    Keystone-SDA
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    Kanada,

    Der nach Südkorea geflohene chinesische Regierungskritiker Dong Guangping ist übereinstimmenden Berichten zufolge nach Wochen der Ungewissheit in sein Wunschland Kanada ausgereist. Wie Aktivisten in sozialen Netzwerken berichteten, erreichte der Menschenrechtler bereits am Freitag die kanadische Stadt Toronto per Flugzeug.

    china
    Die Flagge von China. - AFP

    Damit endete das jahrelange Unterfangen Dongs, China zu verlassen. Ende Mai hatte der Demokratieaktivist nach einer 30-stündigen Überfahrt in einem motorisierten Schlauchboot Südkorea erreicht. Er habe bereits gedacht, er würde an Erschöpfung sterben, sagte Dong, der nach eigenen Worten zuvor noch nie ein Schlauchboot gesteuert hatte, jüngst der «New York Times». «Ich war bereits in einem schrecklichen Zustand», fuhr er demnach fort.

    In Südkorea blieb jedoch ungewiss, wie es für den 68-Jährigen weitergeht. Einen Antrag auf Untersuchungshaft wegen illegaler Einreise hatte der örtliche Bezirksrichter zwar abgewiesen, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap damals berichtet hatte. Dong kam jedoch nach eigenen Worten zunächst in ein Zentrum für Geflüchtete in Incheon, nahe der Hauptstadt Seoul. Laut Yonhap hatte er den Wunsch geäussert, Asyl in Kanada zu beantragen, wo seine Tochter und seine Ehefrau leben.

    Dong diente einst als Polizist in China, bis er 1999 zum 10. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratieproteste am Platz des Himmlischen Friedens in Peking eine öffentliche Petition unterschrieben hatte und daraufhin entlassen wurde. Immer wieder verhafteten ihn die Behörden in den Jahren danach wegen seines Aktivismus. Seit 2015 hatte Dong mehrfach versucht, China zu verlassen, wurde jedoch immer wieder in sein Heimatland abgeschoben – zuletzt im Jahr 2022 aus Vietnam.

    Kommentare

    User #3674 (nicht angemeldet)

    Die Chinesische Regierung ist noch viel schlimmer als die der Nordkorea. Sie machen die schlimmsten Greueltaten versteckt ohne dass die Welt dies erfährt. Siehe Uiguren, Tibetern und weiteren viele kleine Ländern!!! Spionage in der Schweiz von Chinesen häufen sich im Hintergrund!!!

    User #1528 (nicht angemeldet)

    Es wäre ihm zu gönnen, dass er in Kanada bleiben darf.

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