Obwohl noch nichts Endgültiges geplant sei, ist US-Präsident Donald Trump für ein mögliches Treffen mit Recep Tayyip Erdogan in der Zukunft offen.
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US-Präsident Donald Trump (l) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan hatten am Wochenende miteinander telefoniert.
  • Dabei ging es um den Abzug der US-Soldaten aus Syrien.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat US-Präsident Donald Trump für das nächste Jahr zu einem Besuch der Türkei eingeladen. Das teilte ein Sprecher des Weissen Hauses am späten Montagabend mit. Obwohl noch nichts Endgültiges geplant sei, hiess es, sei Trump für ein mögliches Treffen in der Zukunft offen.

Trump und Erdogan hatten erst am Wochenende miteinander telefoniert und über den Abzug der US-Soldaten aus Syrien gesprochen, ebenso wie über die künftige Rolle der Türkei im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). In einem Tweet hatte Trump erklärt, Erdogan habe ihm versichert, er werde die Reste des IS in Syrien «auslöschen».

Umstrittener Rückzug

Trump twitterte, dass er mit Erdogan über einen «langsamen und in hohem Masse koordinierten Rückzug von US-Truppen aus dem Gebiet» gesprochen habe. Wenn die US-Soldaten die Region dann verlassen haben, dürfte aus türkischer Sicht einer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG im Norden Syriens nichts mehr im Wege stehen. Die YPG war ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen den IS. Erdogan sagte am Montag, dass man die syrische Bevölkerung nicht der «Tyrannei» der YPG überlassen werde.

Der Abzug der US-Truppen aus Syrien ist international und auch in den USA selbst umstritten. Unter anderem hatte Verteidigungsminister James Mattis deswegen seinen Rücktritt erklärt.

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