Prozess um Versicherung: Ex-FPÖ-Chef Strache freigesprochen
Der ehemalige Chef der rechten FPÖ, Heinz-Christian Strache, ist vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Das Landesgericht Wien befand, es sei nicht nachweisbar, dass Strache seine Partei-Befugnisse zu seinen Gunsten missbraucht habe, sagte der Richter.

Laut Staatsanwaltschaft soll der heute 57-Jährige versucht haben, sich eine Versicherungssumme im Wert von Hunderttausenden Euro auszahlen zu lassen, die eigentlich seiner Partei zugestanden hätte. Es sei niemals angedacht gewesen, dass Strache eine Art Pension aus dem Parteivermögen erhalte, so die Anklage.
Strache und ein zweiter ebenfalls freigesprochener Angeklagter hatten die Vorwürfe bestritten. Die Versicherung sei von Anfang an von der Partei nicht als klassische Lebensversicherung, sondern als Rentenvorsorge konzipiert gewesen, falls die politische Karriere plötzlich zu Ende gehe, hatte der ehemalige Vizekanzler argumentiert.
Genau das trat 2019 mit dem sogenannten Ibiza-Skandal ein: Der bei Wahlen erfolgreiche Strache legte seine Regierungs- und FPÖ-Funktionen zurück, nachdem ein heimlich gefilmtes Video aufgetaucht war. Darin wirkte er im Kreis von Vertrauten und einer vorgeblichen Oligarchin anfällig für Korruption.














