Pompeo wirft Russland und China «aggressives Verhalten» in der Arktis vor

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    Finnland,

    Die USA wollen ihre Präsenz in der Arktis stärken, um nach Angaben von Aussenminister Mike Pompeo dem «aggressiven Verhalten» Chinas und Russlands in der ressourcenreichen Gegend zu begegnen.

    Mike Pompeo und Sergej Lawrow in Rovaniemi
    Mike Pompeo und Sergej Lawrow in Rovaniemi - POOL/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • USA wollen Präsenz in der ressourcenreichen Gegend stärken.

    Die Arktis sei wegen ihrer Vorräte an Öl, Gas und Mineralien sowie wegen ihres Fischvorkommens zu einem Schauplatz des globalen Wettbewerbs geworden, sagte Pompeo am Montag vor einem Ministertreffen des Arktischen Rats im finnischen Rovaniemi.

    «Nur weil die Arktis ein Ort der Wildnis ist, heisst das nicht, dass sie ein Ort der Gesetzlosigkeit sein sollte», sagte Pompeo. Er kritisierte Versuche Pekings, Einfluss in der Polarregion zu nehmen. China ist kein Anrainerstaat der Arktis und hat deshalb im Arktischen Rat nur Beobachterstatus.

    Pompeo verwies auf Befürchtungen des Pentagon, wonach China eine dauerhafte militärische Präsenz am Nordpol aufbauen wolle, unter anderem mit U-Booten zur Atomabwehr. Er forderte, Pekings Aktivitäten genau zu überwachen.

    Der US-Aussenminister kritisierte zudem russische Gebietsansprüche auf neue, schnellere Seewege, die durch die Klimaerwärmung passierbar werden. «Moskau verlangt bereits illegalerweise, dass andere Nationen Russland um Erlaubnis bitten, bevor sie die Route durch das Nordpolarmeer nutzen», sagte Pompeo. Er kündigte an, die USA würden ihre diplomatische und militärische Präsenz in der Arktis verstärken, unter anderem durch den Wiederaufbau der Eisbrecherflotte.

    Russland hatte im vergangenen Monat betont, dass seine militärischen und wirtschaftlichen Bestrebungen in der Arktis keine Bedrohung für andere Länder darstellten. «Alles was wir tun, ist die Sicherheit des Landes sicherzustellen. Wir bedrohen niemanden», hatte Aussenminister Sergej Lawrow erklärt.

    Der Arktische Rat befasst sich unter anderem mit dem Umweltschutz am Nordpol und dem Klimaschutz. Dem Gremium gehören die acht Anrainerstaaten der Arktis an, darunter neben Finnland auch die USA und Russland.

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