1. Mai

Polizei zieht nach 1. Mai in Berlin positive Bilanz

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Deutschland,

Der 1. Mai ist in Berlin nach Polizeiangaben friedlich verlaufen. Bei der grossen Demonstration von Linken und Linksextremen wurden am Abend nach einer ersten Zählung nur drei Festnahmen wegen Störungen verzeichnet, sagte ein Sprecher. Etwa 10.000 Demonstranten zogen durch Kreuzberg und Neukölln – vereinzelt kam es zu Rangeleien, auch Bengalisches Feuer wurde gezündet. In früheren Jahren hatte es am 1. Mai in Berlin oft schwere Randale gegeben, zuletzt war es dann aber friedlicher geworden.

Polizisten begleiten den Schwarzen Block.bei der Demonstration «Revolutionärer 1. Mai - Freiheit. Frieden. Solidarität.». Am 1. Mai finden bundesweit mehrere Demonstrationen und Ver...
Polizisten begleiten den Schwarzen Block.bei der Demonstration «Revolutionärer 1. Mai - Freiheit. Frieden. Solidarität.». Am 1. Mai finden bundesweit mehrere Demonstrationen und Ver... - Keystone/dpa/Sebastian Gollnow

Im gesamten Tagesverlauf habe es Festnahmen im mittleren zweistelligen Bereich gegeben – sowohl bei den vielen Demonstrationen als auch auf bei den Strassenfesten und Feiern in Parks. Einige Polizisten seien leicht verletzt worden, zum Teil bei Widerstandshandlungen.

Die grosse Demonstration linker und linksextremer Gruppen am Abend endete friedlich und ohne Gewaltausbrüche. Trotz zum Teil aggressiver Stimmung und der Teilnahme eines sogenannten schwarzen Blocks von Linksautonomen gab es keine Gewalt, Ausbrüche oder Angriffe auf die Polizei.

Nach etwa vier Stunden erreichte der Demonstrationszug am späten Abend den geplanten Endpunkt in Kreuzberg. Die Polizei ging von etwa 10.000 Teilnehmern aus. Viele mussten zwischenzeitlich sehr lange warten, weil es zu zahlreichen Verzögerungen kam, auch wegen der vielen Feiernden in den Strassen der Hauptstadt. Rund 5.300 Polizisten aus mehreren Bundesländern sicherten die zahlreichen Demonstrationen und Veranstaltungen.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach in der RBB-«Abendschau» von knapp 50.000 Menschen, die sich zum Tag der Arbeit in Berlin versammelt hatten.

Wegen der Massen an Menschen wurde der Görlitzer Park am Abend geschlossen. Der Park wurde zwar nicht geräumt, weitere Besucher durften aber nicht mehr hineingehen, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Tausende Menschen protestierten bei der Techno-Demo gegen die nächtliche Schliessung der Anlage. Der Park wird nach jahrelangen Debatten seit Anfang März jeden Abend um 22.00 Uhr geschlossen, am Freitagabend verzichtete der Senat allerdings vorsorglich auf die Schliessung wegen der Partys und Demonstrationen.

Wegen der Menschenmassen in Berlin-Kreuzberg waren am 1. Mai auch viele Strassen für Autos gesperrt. Mehrere U-Bahnhöfe wurden wegen Überfüllung geschlossen, die Züge hielten dort nicht mehr. Voller Menschen war auch der Mariannenplatz, als dort am Abend die Berliner Rapperin Ikkimel beim 1. Mai-Fest der Linken auftrat.

Bereits am Vormittag demonstrierten Menschen im Villenviertel Grunewald gegen soziale Spaltung und hohe Mieten. «Sozialen Sprengstoff fachgerecht entschärfen», hiess es bei einer Aktion.

Am Tag der Arbeit protestierten auch Tausende auch gegen Stellenabbau und Kürzungen bei Sozialleistungen. An der Demonstration und Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) beteiligten sich in der Hauptstadt nach Gewerkschaftsangaben rund 12.000 Menschen. Sie gingen unter dem Motto «Erst unsere Jobs, dann eure Profite» auf die Strasse.

Kommentare

User #2538 (nicht angemeldet)

Und bei uns herrscht Chaos pur.!

User #6151 (nicht angemeldet)

Wie in Zürich 🤣🤣🤣 Wer’s glaubt!

Weiterlesen

Tristan Brenn
111 Interaktionen
Profi staunt
Six seven
21 Interaktionen
Witze am Gleis

MEHR IN POLITIK

1 Interaktionen
Brüssel
5 Interaktionen
Beirut/Tel Aviv
9 Interaktionen
Teheran
a
75 Interaktionen
Streit mit Merz

MEHR 1. MAI

x
2'030 Interaktionen
1. Mai in Zürich
97 Interaktionen
Liestal
Häusliche Gewalt
18 Interaktionen
Notruf 142 & mehr
1. Mai
4 Interaktionen
Bewilligte Demo

MEHR AUS DEUTSCHLAND

1 Interaktionen
Berlin
1 Interaktionen
Berlin
16 Interaktionen
München