Palästinenser protestieren gegen Israels Todesstrafgesetz

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Bern,

Ein Generalstreik hat grosse Teile des öffentlichen Lebens im Westjordanland und in Ost-Jerusalem lahmgelegt. Der Protest richtet sich gegen ein neues Gesetz in Israel, mit dem die Todesstrafe für Terroristen eingeführt wird.

Jerusalem
In Jerusalem wurde protestiert. - keystone

Die Fatah-Organisation des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas rief zu dem Streik auf. Nach Angaben von Augenzeugen wurde er umfassend befolgt. Die Organisatoren riefen dazu auf, Zusammenstösse mit israelischen Soldaten an Kontrollpunkten zu vermeiden.

Das israelische Parlament hatte das Gesetz am Montag mit knapper Mehrheit gebilligt. Es sieht vor, dass bei terroristisch motiviertem Mord mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel die Todesstrafe oder lebenslange Haft verhängt werden kann. Vor israelischen Militärgerichten in den palästinensischen Gebieten ist die Todesstrafe in solchen Fällen sogar zwingend.

Das Gesetz muss nun vom obersten Gericht in Israel überprüft werden. International fiel die Reaktion weitgehend kritisch aus.

Kommentare

User #5480 (nicht angemeldet)

Wieso demonstrieren die, betrifft ja nur Mörder, einfach keine Israelis töten, dann passsert euch nichts...todesstrafe für Mord ist ja absolut gerecht, wenn es eindeutig bewiesen ist....

User #7717 (nicht angemeldet)

Der Artikel verschweigt, dass dieses rassistische Gesetz nur an Palästinensern angewandt wird, also an Muslimen. Juden sind davon nicht betroffen!

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