Pakistans Innenminister als Vermittler in Teheran
Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist nach erneuten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran nach Teheran gereist. Geplant seien hochrangige Treffen mit iranischen Regierungsbeamten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus pakistanischen Sicherheits- und Diplomatenkreisen. Ziel sei es, den Dialog zwischen dem Iran und den USA zu fördern.

Der iranische Staatssender Irib berichtete nach der Ankunft Naqvis am Samstagabend (Ortszeit) in Teheran, es seien Treffen mit Präsident Massud Peseschkian und Aussenminister Abbas Araghtschi geplant. Laut dem Sender soll Naqvi Anweisungen zu den indirekten Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA haben, die er der iranischen Führung übermitteln werde.
Naqvi gilt als enger Vertrauter des sich ebenfalls im Iran aufhaltenden Armeechefs Asim Munir. Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt, er gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien.
Naqvis Besuch in Teheran folgt auf ein Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Eskandar Momeni in Kirgistan am Donnerstag und Freitag. In einer Stellungnahme im Anschluss an das Treffen hiess es, «beide Innenminister betonten die Notwendigkeit, die Bemühungen für einen nachhaltigen Frieden in der Region konsequent fortzusetzen».
Israel und die USA hatten den Iran vor drei Monaten angegriffen. Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eigentlich eine Waffenruhe. Dennoch kommt es immer wieder zu gegenseitigen Angriffen, zuletzt in der Nacht auf Samstag. Regionale Staaten und vor allem Pakistan vermitteln zwischen Washington und Teheran, um den Krieg dauerhaft zu beenden.










