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    Österreich steuert auf FPÖ-Regierung

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

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    Nach dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen und dem Rücktritt von Kanzler Nehammer bahnt sich in Österreich eine Regierung unter FPÖ-Führung an.

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    Kickl ist der grosse Gewinner – nicht nur bei der Parlamentswahl, sondern auch beim jetzt doch möglichen Einzug ins Kanzleramt. (Archivbild) - dpa

    In Österreich zeichnet sich eine historische Wende ab. Nach dem Rücktritt von Bundeskanzler Karl Nehammer und dem Scheitern der Koalitionsverhandlungen könnte erstmals die rechtspopulistische FPÖ den Regierungschef stellen.

    Bundespräsident Alexander Van der Bellen kündigte für Montag ein Gespräch mit FPÖ-Chef Herbert Kickl an. «Wenn ich etwas gelernt habe in meiner Zeit als Bundespräsident (...), dann ist es, dass es wirklich immer wieder neue Situationen gibt.»

    So erklärte es der 80-jährige Van der Bellen laut «Tagesschau».

    Politische Wende bahnt sich an

    Der Bundespräsident betonte, die Stimmen in der ÖVP gegen eine Zusammenarbeit mit der FPÖ seien «deutlich leiser geworden». Dies eröffne möglicherweise einen «neuen Weg, der so davor nicht existierte».

    Die ÖVP zeigte sich offen für Gespräche mit der FPÖ. Der neue geschäftsführende ÖVP-Chef Christian Stocker erklärte: «Wenn wir zu diesen Gesprächen eingeladen werden, dann werden wir diese Einladung auch annehmen».

    finanzminister
    Van der Bellen mit seiner Frau Doris. (Archivbild) - AFP

    Politikanalyst Peter Filzmaier sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit für Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP. «De facto ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses dieser Verhandlungen gross», so Filzmaier in der «Tagesschau».

    Van der Bellen mahnt Grundpfeiler der Demokratie an

    Der Bundespräsident betonte, es gehe nun darum, «dass Österreich eine Regierung bekommt, die handlungsfähig ist». Gleichzeitig werde er darauf achten, dass die österreichische Demokratie respektiert würde.

    Van der Bellen hatte aber Kickl 2019 im Zuge der Ibiza-Affäre als Innenminister entlassen. Nun könnte er der erste Bundespräsident werden, der eine FPÖ-geführte Regierung vereidigt.

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    Die Ibiza-Affäre brachte Ex-Vizekanzler Strache zu Fall. - AFP/Archiv

    FPÖ-Chef Kickl selbst äusserte sich vor dem Treffen mit Van der Bellen nicht öffentlich. Eine Stellungnahme wird erst nach dem Gespräch am Montag erwartet.

    Historischer Machtwechsel möglich

    Sollte es zu einer Koalition zwischen FPÖ und ÖVP kommen, wäre dies ein historischer Machtwechsel in Österreich. Erstmals würde die rechtspopulistische FPÖ den Kanzler stellen, während die ÖVP Juniorpartner wäre.

    Findest du die politische Entwicklung in Österreich gut?

    Die weitere Entwicklung bleibt spannend. Viel hängt vom Ausgang des Gesprächs zwischen Van der Bellen und Kickl ab.

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    Kommentare

    User #6350 (nicht angemeldet)

    Ich finde die politische Entwicklung in Österreich nicht nur gut, sondern sehr gut!

    User #5354 (nicht angemeldet)

    Jetzt habe ich wieder Hoffnung für Österreich. Vielleicht lernen die anderen Länder von der EU was dazu.

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