Oberstes Gericht von Pennsylvania weist weitere Klage des Trump-Teams zurück

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    USA,

    Das Oberste Gericht von Pennsylvania wies am Samstag eine Klage von Trumps Republikanern gegen das Wahlergebnis ab.

    Trump am Freitag beim Verlassen des Weissen Hauses
    Trump am Freitag beim Verlassen des Weissen Hauses - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trumps Team wollte die Briefwahlstimmen in Pennsylvania für ungültig erklären lassen.
    • Das Oberste Gericht des US-Bundesstaates wies nun eine entsprechende Klage ab,

    Im Gezerre um den Ausgang der US-Präsidentenwahl hat Amtsinhaber Donald Trump im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania eine weitere juristische Niederlage erlitten. Das Oberste Gericht von Pennsylvania wies am Samstag eine Klage von Trumps Republikanern gegen das Wahlergebnis ab. Sie hatten gefordert, Briefwahlstimmen für ungültig erklären zu lassen – oder gleich alle in dem Bundesstaat abgegebenen Stimmen zu annullieren und die Entscheidung über den Wahlsieger dem dortigen Parlament zu überlassen.

    Die Richter wiesen beide Forderungen einstimmig zurück – auch den «aussergewöhnlichen» Vorschlag, alle 6,9 Millionen Wähler aus Pennsylvania zu «entrechten». Die Klage richtete sich formell gegen ein Gesetz zur Ausweitung der Briefwahl in Pennsylvania von 2019, das Trumps Anwälte als verfassungswidrig bezeichneten. Die Richter wiesen die Klage jedoch als nicht fristgerecht ab, da das Gesetz schon seit mehr als einem Jahr in Kraft sei.

    Joe Biden Donald Trump
    Joe Biden setzte sich im US-Bundesstaat Pennsylvania gegen Amtsinhaber Donald Trump durch. - keystone

    Der Demokrat Joe Biden hatte die Wahl in Pennsylvania mit einem Vorsprung von rund 81'000 Stimmen gewonnen. Am vergangenen Dienstag hatte der Bundesstaat das Ergebnis der Präsidentschaftswahl und Bidens Sieg offiziell bestätigt.

    Bereits mehrere Niederlagen eingesteckt

    Trumps Wahlkampfteam war gegen den Wahlsieg Bidens in Pennsylvania vor Gericht gezogen, musste aber schon mehrere Niederlagen einstecken. Erst am Freitag hatte ein Bundesberufungsgericht eine Klage gegen die angeblich unfaire Abstimmung abgewiesen, weil keine Beweise für Wahlbetrug vorgelegt worden seien.

    Trump hat seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl am 3. November immer nicht noch eingestanden und behauptet ohne Anführung irgendwelcher Belege, bei der Abstimmung habe es massiven Betrug gegeben. Am Donnerstag hatte Trump aber erstmals seinen Rückzug aus dem Weissen Haus in Aussicht gestellt. Auf die Frage, ob er das Weisse Haus verlassen werde, wenn das Wahlkollegium Biden am 14. Dezember zum neuen Präsidenten bestimmen sollte, antwortete der Präsident: «Sicher werde ich das tun.»

    In den USA wird der Präsident nicht direkt durch die Wähler, sondern durch ein Kollegium von Wahlleuten gewählt, die dem Electoral College angehören. Das Wahlkollegium setzt sich aus 538 Wahlleuten zusammen. Für den Einzug ins Weisse Haus sind mindestens 270 Stimmen erforderlich. Biden kommt durch den Urnengang vom 3. November auf 306 Wahlleute – Trump auf 232.

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