Netanjahu schliesst Truppenabzug aus dem Südlibanon aus
Benjamin Netanjahu zieht seine Truppen nicht aus dem Südlibanon ab. Trotz des US-iranischen Abkommens meldet der Libanon israelische Angriffe.

Das Wichtigste in Kürze
- Benjamin Netanjahu schliesst den Abzug seiner Truppen aus dem Südlibanon aus.
- Er spricht von einer «Sicherheitszone» als Barriere zur Hisbollah.
- Beide Seiten melden Angriffe.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen Truppenabzug aus dem Südlibanon bis auf weiteres ausgeschlossen. Netanjahu bezeichnete in einer Rede die von der Armee errichtete «Sicherheitszone» als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz im Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten.
Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.

Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sieht zwar eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor, enthält aber keine explizite Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen. Die Hisbollah-Miliz ist der wichtigste Verbündete des Irans in der Region.
Am Donnerstag meldete die libanesische staatliche Agentur Ani israelische Drohnenangriffe. Insgesamt seien drei Personen bei zwei Angriffen getötet worden. Israel selbst meldet, dass ein Soldat getötet und sieben weitere bei einem Vorfall im Südlibanon verletzt worden seien.










