Islamistische Terrormiliz verstärkt Angriffe in Somalia
Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hat ihre Angriffe im Zentrum Somalias intensiviert und neue Gebiete in der Provinz Hiiran erobert.

Nach Angaben eines Militärsprechers versuchten Regierungstruppen und örtliche Clanmilizen seit dem Wochenende, den Angriff der Islamisten zurückzuschlagen.
Dennoch sei es den Al-Shabaab-Kämpfern gelungen, ein Dorf zu erobern, das für Transport und Logistik von strategischer Bedeutung ist und das gut 60 Kilometer von der Provinzhauptstadt Belet Uen entfernt ist.
Nach Militärangaben wurden seit Samstag mindestens 54 Islamisten sowie neun Soldaten getötet. Al-Shabaab hingegen sprach im Rundfunksender der Miliz von mehr als 100 getöteten Soldaten, ohne auf eigene Verluste einzugehen. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Al-Shabaab ist mit dem Terrornetzwerk Al Kaida verbündet. Die Miliz kämpft seit Jahren für einen islamistischen Staat. Zwar konnte sie in den vergangenen Jahren aus der Hauptstadt Mogadischu verdrängt werden, doch auch dort kam es wiederholt zu Anschlägen gegen Regierungsmitarbeiter, Journalisten und Vertreter der Zivilgesellschaft, die für «westliche» Werte stehen.
Derzeit nehmen in dem Land am Horn von Afrika auch die innenpolitischen Spannungen zu, nachdem Präsident Hassan Sheik Mohamud seine Amtszeit gegen den Willen der Opposition Mitte Mai um ein weiteres Jahr verlängert hatte.










