Nato will sich zu US Teilabzug vorerst nicht äussern

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    Der Nato kommentiert vorerst nicht den möglichen US-Teilabzug aus Afghanistan. Aktuell sind die Hälfte der Bündnissoldaten aus den USA.

    Die Sprecherin der NATO, Oana Lungescu.
    Die Sprecherin der NATO, Oana Lungescu, äussert sich nicht zum US-Teilabzug. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Nato äussert sich vorerst nicht über den möglichen US-Teilabzug in Afghanistan.
    • Dafür zeigt sie offenes Bedauern über den Rücktritt von Verteidigungsminister Jim Mattis.

    Die Nato will sich zu Berichten über einen Teilabzug der US-Truppen aus Afghanistan vorerst nicht äussern. «Wir haben diese Berichte gesehen», sagte Bündnissprecherin Oana Lungescu heute Freitag in Brüssel. Informationen dazu könnten aber nur die US-Behörden geben.

    Die Sprecherin verwies allerdings darauf, dass die Aussenminister der Bündnisstaaten noch bei ihrem Treffen Anfang Dezember ein «unerschütterliches Bekenntnis» abgegeben hätten, in Afghanistan langfristig für Sicherheit und Stabilität zu sorgen. «Unser Einsatz ist wichtig, um sicherzustellen, dass Afghanistan nie wieder ein sicherer Rückzugsort für internationale Terroristen werden kann», sagte sie.

    Konsequenzen für Nato

    Sollten die Berichte über einen Teilabzug der USA aus Afghanistan bestätigt werden, dürfte dies auch für den Ausbildungseinsatz der Nato in Afghanistan Konsequenzen haben. Laut offiziellen Angaben des Bündnisses von Anfang des Monats waren die USA zuletzt mit 8475 Soldaten beteiligt. Sie stellten damit rund die Hälfte der aktuell 16'919 Kräfte.

    Neben den Soldaten für den Nato-Einsatz haben die Vereinigten Staaten noch einige Tausend Soldaten für die bilaterale Unterstützung der afghanischen Streitkräfte im Land. Pläne von US-Präsident Donald Trump sehen nun aber nach Angaben von US-Medien vor, die Hälfte der insgesamt 14'000 US-Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Wie viele dann noch im Nato-Einsatz verbleiben würden, ist unklar.

    Offenes Bedauern

    Über die Rücktrittsankündigung von US-Verteidigungsminister James Mattis gab es im Bündnis offenes Bedauern. Mattis sei ein weithin respektierter Soldat und Diplomat und habe wesentlich dazu beigetragen, die Nato in einer sicherheitspolitisch herausfordernden Zeit stark zu halten, kommentierte Lungescu. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wolle mit Mattis bis zu dessen endgültigem Ausscheiden aus der US-Regierung eng zusammenarbeiten.

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