NATO

    Nato-Chef glaubt an schnelle Norderweiterung trotz Türkei-Veto

    Keystone-SDA
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    Dänemark,

    «Ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer schnellen Entscheidung kommen, Finnland und Schweden in der Nato-Familie willkommen zu heissen», sagt Stoltenberg.

    Nato-Beitritt
    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und Schwedens Nato-Botschafter Axel Wernhoff (r) schütteln sich bei der Übergabe der Beitrittsanträge Schwedens und Finnlands die Hände. Johanna Geron/Reuters Pool/dpa - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Stoltenberg glaubt an eine schnelle Nato-Aufnahme von Schweden und Finnland.
    • Trotzdem müsse man alle Sicherheitsinteressen und Bedenken der Mitglieder berücksichtigen.

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist trotz des einstweiligen Vetos der Türkei von einer raschen Aufnahme Schwedens und Finnlands in das Militärbündnis überzeugt. «Ich bin zuversichtlich, dass wir zu einer schnellen Entscheidung kommen, Finnland und Schweden in der Nato-Familie willkommen zu heissen», sagte Stoltenberg am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen.

    Der Nato-Chef betonte aber auch: «Die Sicherheitsinteressen und Bedenken aller Bündnispartner müssen berücksichtigt werden.» Die Nato habe eine lange Tradition dafür, trotz unterschiedlicher Standpunkte zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.

    «Gesammeltes Verfahren» für Schweden und Finnland

    Auch in dem Fall, dass die Türkei die Aufnahme Schwedens weiter blockiere, werde es kein separates Verfahren für Finnland geben, so Stoltenberg. «Schweden und Finnland haben sich gemeinsam beworben. Wir behandeln das als ein gesammeltes Verfahren.»

    Auch die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen äusserte sich in Bezug auf die Nato-Norderweiterung optimistisch: «Alle 30 Nato-Länder inklusive der Türkei haben ein Interesse daran, unsere Allianz zu verstärken.»

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte dagegen am Donnerstag im Staatssender TRT, er werde an dem Nein zum Beitritt der nordischen Länder festhalten. «Schweden ist ein wahres Terrornest», so Erdogan. Am Mittwoch hatte die Türkei den Start der Aufnahmegespräche im Nato-Rat blockiert und das mit angeblicher Unterstützung der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der syrischen Kurdenmiliz YPG begründet.

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