Nach Trumps Zoll-Eklat: Europäer warnen vor Eskalation

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Deutschland,

Deutschland und die übrigen betroffenen europäischen Länder wenden sich gemeinsam gegen die Drohung von US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen im Grönland-Konflikt. «Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation», heisst es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Grossbritannien. Man werde koordiniert reagieren. «Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.»

ARCHIV - Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns stehen im Hafen von Emden zur Verschiffung bereit. Foto: Jörg Sarbach/dpa
ARCHIV - Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns stehen im Hafen von Emden zur Verschiffung bereit. Foto: Jörg Sarbach/dpa - Keystone/dpa/Jörg Sarbach

Hintergrund ist der Konflikt mit den USA um die Ansprüche von Präsident Trump auf das zu Dänemark gehörende Grönland. Trump hatte in einem beispiellosen Schritt am Samstag unter Verweis auf den Konflikt zusätzliche Zölle ab Februar gegen Deutschland und die anderen sieben Staaten angekündigt – alle von ihnen Nato-Länder. Anstoss nahm Trump an deren gemeinsamer militärischer Erkundungsmission auf Grönland. Die 15 beteiligten Bundeswehr-Soldaten wurden nach offiziellen Angaben inzwischen wieder zurückbeordert.

In der gemeinsamen Erklärung der acht Staaten hiess es: «Als Alliierte der Nato sind wir der Stärkung der Sicherheit in der Arktis verpflichtet. Dies ist ein gemeinsames transatlantisches Interesse.» Die von Dänemark koordinierte Übung «Arctic Endurance» sei eine Antwort auf die Notwendigkeit grösserer Sicherheit in der Arktis. «Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar», erklärten die acht Länder.

Und weiter: «Wir stehen in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemark und der Bevölkerung Grönlands. Aufbauend auf dem letzte Woche begonnenen Prozess sind wir bereit, in einen Dialog einzutreten, auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität. Wir stehen fest zu diesen Prinzipien.»

Der US-Präsident will die zum Königreich Dänemark gehörende Insel den USA einverleiben – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen. Die angekündigten US-Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf Truth Social. Ab dem 1. Februar sollen demnach 10 Prozent für in die USA gesendete Waren fällig werden, ab dem 1. Juni 25 Prozent.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #3155 (nicht angemeldet)

Das ist alles so kindisch, leider mit finanziellen Auswirkungen auf alle europäischen Länder, die #Grönland unterstützen, das nicht zum Verkauf steht...

User #1197 (nicht angemeldet)

Solidarität????? Wo war die bitte???? Als wir mehr Zölle hatten , als die Europäer. Kommt uns nun nicht mit Demokratie!!!!!! Lasst uns in der Schweiz in Ruhe! Trump gehört weg!!!!!

Weiterlesen

Arzt
132 Interaktionen
Todesfall
254 Interaktionen
Kein Flug, Kein Platz

MEHR IN POLITIK

1 Interaktionen
Bern/Kiew
putin
9 Interaktionen
«Jetzt sofort»
2 Interaktionen
Beirut

MEHR AUS DEUTSCHLAND

a
21 Interaktionen
«Endlich vereint»
7 Interaktionen
Hamburg
Die AfD
8 Interaktionen
Berlin
Tricia Tuttle
1 Interaktionen
Berlin