Merkel findet Forderung nach Neuverschuldung «absurd»

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    In der Haushaltsdebatte des Bundestags hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Politik der schwarzen Null verteidigt und Forderungen nach einer Neuverschuldung als «absurd» zurückgewiesen.

    Merkel im Bundestag
    Merkel im Bundestag - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kanzlerin verteidigt Politik der «schwarzen Null».

    «Dass hier in diesem Hause immer so abfällig über einen ausgeglichenen Haushalt gesprochen wird, das wundert mich», sagte sie am Mittwoch vor den Abgeordneten in Berlin. «Wir hatten noch nie so hohe Investitionen im Haushalt. Man kann doch nicht Investitionen erst gut finden, wenn sie Schulden verursachen.»

    Damit wandte sich Merkel gegen Forderungen etwa der Oppositionsparteien Linke und Grüne, die höhere Investitionen im Klimaschutz und im Sozialbereich fordern und diese auch durch neue Schulden finanzieren wollen. Merkel hielt dem entgegen, dass ein «ordentlicher Haushalt» auf Investitionen ohne neue Schulden setzen müsse - «alles andere ist doch absurd».

    Die Kanzlerin betonte, dass Deutschland wirtschaftlich derzeit «relativ robust» dastehe. Allerdings seien Massnahmen zur Stärkung der deutschen Wirtschaft in einem schwerer werdenden internationalen Umfeld nötig. Als Beispiel nannte sie eine Senkung der Unternehmenssteuer. Hier gebe es in der Koalition mit der SPD aber noch Differenzen, räumte sie ein.

    Insgesamt sieht die Vorlage der Bundesregierung für den Etat 2020 Ausgaben in Höhe von 362 Milliarden Euro vor - dies sind 5,6 Milliarden Euro mehr als im laufenden Jahr. Die Schlussabstimmung über den Haushaltsentwurf ist für Freitag geplant. Mit dem Entwurf soll der Bund das siebte Jahr in Folge ohne Neuverschuldung auskommen.

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