Ines Hoge-Lorenz tritt von ihrem Amt zurück. Hintergrund ist nach ihren Angaben fehlende Transparenz gegenüber dem Sender zu einem beruflichen Detail ihres Ehemannes.
Das Logo des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR): Die bisherige Landesfunkhausdirektorin räumt ihren Posten.
Das Logo des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR): Die bisherige Landesfunkhausdirektorin räumt ihren Posten. - Lukas Schulze/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Landesfunkhausdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) in Sachsen-Anhalt, Ines Hoge-Lorenz, tritt von ihrem Amt zurück.

Das teilte der öffentlich-rechtliche ARD-Sender am Freitag mit.

Hoge-Lorenz war erst im Januar 2021 in die Position gekommen. Hintergrund des Rücktritts ist nach ihren Angaben fehlende Transparenz gegenüber dem Sender zu einem beruflichen Detail ihres Ehemannes.

Hoge-Lorenz wurde mit diesen Worten zitiert: «Ich habe es vor meinem Amtsantritt als Landesfunkhausdirektorin Sachsen-Anhalt versäumt, klar darüber zu informieren, dass mein Ehemann vor über zehn Jahren in der Causa Foht eine Rolle gespielt hat.» Mit der Causa Foht ist ein Skandal gemeint, der 2011 aufgedeckt wurde. Dem früheren MDR-Unterhaltungschef Udo Foht wirft die Staatsanwaltschaft Betrug, Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit zum Nachteil verschiedener mutmasslich Geschädigter vor.

Zusammengefasst stehen Vorwürfe im Raum, dass es ab Februar 2008 Filz und Geldschiebereien gegeben haben soll. Der MDR hatte Foht nach Aufkommen des Skandals gekündigt. Am 1. September beginnt der Prozess gegen ihn.

Nach MDR-Angaben bleibt Hoge-Lorenz beim Sender tätig, ab 1. September in der Hauptredaktion Information und Innovation der Programmdirektion Leipzig.

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