Maas ruft in Brasilien zu Vorgehen gegen Rassismus und Extremismus auf

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Deutschland,

Bundesaussenminister Heiko Maas (SPD) hat vor seinem Besuch bei Brasiliens rechtsextremem Präsidenten Jair Bolsonaro an die Bedeutung von Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit erinnert.

Maas und sein brasilianischer Kollege Araújo
Maas und sein brasilianischer Kollege Araújo - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Aussenminister trifft in Brasilien auch Präsident Bolsonaro.

Nach einem Treffen mit seinem brasilianischen Kollegen Ernesto Araújo in Brasília am Dienstag teilte das Auswärtige Amt mit, Brasilien sei als strategischer Partner bei globalen Herausforderungen wie Klimaschutz, bewaffneten Konflikten und Handel schwer verzichtbar.

In einer Twitter-Botschaft betonte das Amt aber auch, eine strategische Partnerschaft «wächst am besten, wenn sie auf dem Boden gemeinsamer Werte steht». Menschenrechte, Demokratie, Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit seien Voraussetzungen für Frieden und Zusammenarbeit.

Zuvor hatte Maas bei einem Besuch am Montag in Salvador da Bahia dazu aufgerufen, gegen Rassismus, Extremismus und Diskriminierung vorzugehen. An vielen Orten in der Welt seien diese Tendenzen auf dem Vormarsch, erklärte er in einem am Dienstag veröffentlichten Twitter-Video des Auswärtigen Amtes. «Dagegen muss man etwas tun.»

Deutschland wolle den Blick noch stärker auf Lateinamerika richten, «weil wir finden, dass es hier viele Staaten gibt, die die gleichen Werte wie wir vertreten: Demokratie, Freiheit, Menschenrechte», hob Maas hervor. Ihnen wolle Deutschland ein Angebot machen, «zusammen weltweit für diese Werte einzustehen».

Seit Anfang des Jahres ist Bolsonaro Präsident von Brasilien. Der Rechtspopulist wird häufig als «Donald Trump Brasiliens» bezeichnet und fällt immer wieder mit rassistischen, frauenfeindlichen und homophoben Äusserungen auf. Er ist zudem ein erklärter Bewunderer der brasilianischen Militärdiktatur.

Hinsichtlich der Ereignisse in Venezuela setzten sich Maas und der brasilianische Aussenminister für eine friedliche, politische Lösung der derzeitigen Krise ein und stimmten sich gegenseitig ab, teilte das Auswärtige Amt weiter mit.

Der venezolanische Oppositionsführer Juan Guaidó hatte kurz zuvor erklärt, er habe im Machtkampf mit dem umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro die Unterstützung von Teilen der Armee erhalten. Die Regierung prangerte einen «Putschversuch» an.

Maas' Reise nach Brasilien, Mexiko und Kolumbien bildet den Auftakt für eine neue Lateinamerika-Initiative des Ministers, in deren Rahmen am 28. Mai ein Aussenministertreffen in Berlin stattfinden soll.

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