In Brasilien wird ein neuer Präsident gewählt. Luiz Inácio Lula da Silva sprach sich angesichts der politischen Spannungen für Frieden aus.
lula jair Bolsonaro
Lula hält einer Rede in Recife - FOLHA DE PERNAMBUCO/AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Brasilien wählt einen neuen Präsidenten.
  • Der linke Ex-Präsident Lula tritt gegen Amtsinhaber Bolsonaro an.
  • Er will die «Demokratie und Frieden» in Brasilien wieder herstellen.

Angesichts der extremen politischen Spaltung in Brasilien hat Präsidentschaftskandidat Luiz Inácio Lula da Silva am Wahltag für gesellschaftlichen Frieden geworben. «Die Mehrheit der Gesellschaft will keine Konfrontation, sie will Frieden. Die Leute wollen keine Waffen verkaufen, sie wollen Bücher vertreiben. Die Menschen werden in Frieden leben», sagte er laut einem Bericht des Nachrichtenportals UOL am Sonntag, nachdem er in São Bernardo do Campo seine Stimme abgegeben hatte.

«Wenn die Leute sich nicht daran halten wollen und das Gesetz missachten, dann ist das ihr Problem. Aber ich denke, es wird uns leicht fallen, Demokratie und Frieden in diesem Land wiederherzustellen.» Der linke Ex-Präsident Lula (2003-2010) trat am Sonntag gegen den rechten Amtsinhaber Jair Bolsonaro an.

Beide hatten sich im Wahlkampf scharf attackiert, die politischen Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber. In den Umfragen liegt Lula deutlich vorn. Bolsonaro streute zuletzt allerdings immer wieder Zweifel am Wahlsystem und deutete an, das Ergebnis möglicherweise nicht anzuerkennen. «Worauf es ankommt, sind saubere Wahlen ohne Probleme», sagte der Staatschef am Sonntag nach seiner Stimmabgabe in Rio de Janeiro.

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