Die Linkspartei will die Höhe von Managergehältern gesetzlich auf das 20-Fache des im jeweiligen Betrieb gezahlten niedrigsten Gehalts begrenzen.
Luxuskaufhaus in Paris
Luxuskaufhaus in Paris - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Parteichef Schirdewan richtet Appell an Beschäftigtenvertreter.

Die zum Teil sehr hohen Managergehälter seien «eine Aneignung von Vermögen Dritter, die durch eigene Arbeitsleistung nicht gerechtfertigt werden kann», sagte Linken-Chef Martin Schirdewan am Montag bei der Vorstellung des Konzepts in Berlin. Derartige «Bereicherungsexzesse» seien gerade angesichts massiv steigender Preise «niemandem mehr vermittelbar».

Schirdewan rief die Vertreterinnen und Vertreter der Beschäftigten in den Aufsichtsräten auf, «den absurd hohen Gehältern schlicht nicht mehr zustimmen». In öffentlichen Unternehmen und Firmen, bei denen der Staat Anteilseigner ist, sollten die Vertreter von Bundesregierung, Stadträten und anderen «bereits vor einer neuen gesetzlichen Regelung entsprechende Entscheidungen fällen», sagte der Linken-Chef.

Schirdewan verwies auf Berechnungen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, denen zufolge Managergehälter in Dax-Betrieben im Schnitt um das 71-Fache höher waren als das jeweils niedrigste Gehalt im Betrieb. Die Vorstandsgehälter seien in den letzten Jahren «förmlich explodiert, die Löhne der Angestellten lediglich um wenige Prozent gestiegen», kritisierte er.

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