Libanons Armee nimmt Hisbollah-Mitglieder fest
In einem beispiellosen Schritt hat die Armee im Libanon mit Kontrollen und Festnahmen mutmasslicher Hisbollah-Mitglieder begonnen. 13 Mitglieder der schiitischen Organisation seien am Dienstag festgenommen worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Justizkreisen.

Die Armee habe sie an einem neu eingerichteten Strassen-Kontrollpunkt mit Waffen im Auto gestoppt. Die Armee kontrolliert Autos, die aus dem Süden in Richtung der Hauptstadt Beirut fahren.
Die libanesische Regierung hatte militärische Aktivitäten der vom Iran unterstützten Miliz am Montag für illegal erklärt. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer Widerstandsbewegung, die über Jahrzehnte im Land teils geduldet wurde, zu einer verbotenen Organisation. Die Regierung im Libanon steht auch unter Druck, eine beschlossene Entwaffnung der Hisbollah durchzusetzen, die als wichtigster nicht staatlicher Verbündeter Teherans gilt – und derzeit selbst im Krieg ist.
Aus Armeekreisen hiess es, weitere Festnahmen an Kontrollpunkten seien geplant. Es dürfte für die Armee aber schwer sein, die militärischen Aktivitäten der Hisbollah ganz zu verbieten, ohne einen eigenen Krieg mit der immer noch mächtigen Miliz zu riskieren.














