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    Lega-Chef Salvini für Rückkehr Italiens zu Atomkraft

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Matteo Salvini befürwortet eine Rückkehr Italiens zur Atomkraft. Auch einen Reaktor in der Nähe seiner Heimatstadt Mailand kann er sich problemlos vorstellen.

    Matteo Salvini
    Matteo Salvini, Vorsitzender der italienischen Lega, dringt auf eine Rückkehr Italiens zur Atomkraft. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Italien soll wieder zur Atomkraft zurückkehren, fordert Matteo Salvini.
    • Der Lega-Politiker hätte auch kein Problem mit dem Bau eines Reaktors nahe Mailand.
    • Im südeuropäischen Land wird aktuell heftig über das Thema diskutiert.

    Der Chef der italienischen Rechtspartei Lega, Matteo Salvini, dringt auf eine Rückkehr Italiens zur Atomkraft.

    In einer Radio-Sendung sagte der Politiker am Mittwoch, er könne sich auch einen Atomreaktor nahe seiner Heimatstadt Mailand vorstellen: «Klar, gibt es da ein Problem?»

    Umweltminister schliesst Kernkraft nicht aus

    Salvini ist derzeit für die Kommunalwahlen Anfang Oktober auf Wahlkampftour. Er merkt an, dass Italien als einziger grosser Industriestaat keine eigenen Atomkraftwerke habe. Italien war nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Ende der 1980er-Jahre aus der Kernenergie ausgestiegen.

    Roberto Cingolani
    Italiens Umweltminister Roberto Cingolani. - Keystone

    Zuletzt hatte Roberto Cingolani, der Minister für den ökologischen Wandel, die Nutzung der Kernkraft nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Der parteilose Politiker sagte, es wäre töricht, die Rückkehr zur Atomenergie nicht in Erwägung zu ziehen. Dies, wenn es eine vierte Akw-Generation geben werde, die ohne Uran und mit deutlich weniger radioaktivem Abfall auskomme.

    Von rechten Politikern wie Salvini wurde Cingolani gelobt. Kritik kam unter anderem vom ehemaligen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte. «Die Italiener sind gegen die Atomkraft», unterstrich der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung.

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