Krieg im Nahen Osten – Verhandlungen drohen zu scheitern
Im Krieg im Nahen Osten herrscht erneut Verwirrung: USA und Iran widersprechen sich zu neuen Gesprächen in Katar.

Der Krieg im Nahen Osten sorgt weiterhin für diplomatische Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Beide Staaten haben laut der «taz» weniger als 60 Tage Zeit, um ein dauerhaftes Kriegsende auszuhandeln.
Unklar bleibt demnach, wann sich beide Seiten überhaupt wieder treffen werden. Der iranische Chefunterhändler Kasem Gharibabadi schrieb dazu auf der Plattform X, die Lage sei «sensibel und komplex».
US-Präsident Donald Trump behauptete hingegen, Iran habe selbst um ein Treffen gebeten, berichtet das «ZDF». Es solle bereits an diesem Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha stattfinden, schrieb er auf Truth Social.
Krieg im Nahen Osten: Widersprüchliche Signale
Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums widersprach dieser Darstellung wenig später deutlich.
Laut «taz» erklärte Esmail Baghaei, es seien in den kommenden Tagen keine Gesprächstermine mit den USA angesetzt.
Eine Expertendelegation solle dennoch diese Woche nach Katar reisen. Dabei gehe es jedoch nicht um direkte Verhandlungen, sondern lediglich um technische Fragen der Umsetzung.
Gegenseitige militärische Angriffe
Auslöser der neuerlichen Spannungen im Krieg im Nahen Osten waren gegenseitige militärische Angriffe am Wochenende.
Ein iranischer Drohnenangriff auf einen Öltanker nahe der Strasse von Hormus hatte die Eskalation ausgelöst.
Die USA reagierten daraufhin mit Angriffen auf mehrere iranische militärische Ziele. Beide Seiten setzten die Kampfhandlungen laut «OÖNachrichten» am Montag vorerst wieder aus.
Strasse von Hormus bleibt zentraler Streitpunkt
Im mehrtägigen Konflikt geht es zentral um die Kontrolle der wichtigen Schifffahrtsroute Strasse von Hormus. Die USA erklären die Meerenge für offen, während der Iran auf eigenen Kontrollrechten beharrt, schreibt die «taz».

Auch im Libanon dauern die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah weiterhin an. Diese ungelöste Front erschwert zusätzlich eine Rückkehr Teherans an den Verhandlungstisch.
Das Mitte Juni unterzeichnete Rahmenabkommen sieht vor, dass alle Kampfhandlungen vor weiteren Gesprächen enden müssen. Ob die aktuelle Ruhe an der Front nun tatsächlich Bestand hat, bleibt vorerst offen.
















