Krieg in der Ukraine verschärft die Spannungen weiter
Der Krieg in der Ukraine sorgt für neue militärische Entwicklungen. Kiew verstärkt Sicherheitsmassnahmen und setzt auf Angriffe gegen russische Infrastruktur.

Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte Präventivschläge gegen Einrichtungen an, die Russland nach ukrainischen Angaben für seinen Angriffskrieg nutzt. Nach Drohnenangriffen soll die Moskauer Ölraffinerie mindestens sechs Monate ausfallen und die Produktion von Erdölprodukten bereits deutlich gesunken sein.
Auch in der Region Krasnodar geriet ein Öllager nach Behördenangaben infolge herabfallender Drohnentrümmer in Brand. Die Ukraine veröffentlichte zudem neue Angaben zu russischen Verlusten, die sich unabhängig bislang nicht überprüfen lassen.
Wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet, meldet Kiew innerhalb von 24 Stunden erneut hohe russische Verluste sowie zerstörte Artilleriesysteme und Drohnen. Die veröffentlichten Zahlen dienen aus ukrainischer Sicht als Überblick über die aktuellen Entwicklungen an der Front.
Krieg an der Grenze zu Belarus
Die Ukraine ordnete die Evakuierung mehrerer Ortschaften in der Grenzregion Tschernihiw aus Sorge vor möglichen Angriffen aus Belarus an. Selenskyj hatte zuvor eine Verstärkung der Verteidigung im Norden des Landes sowie weitere Vorbereitungen der Sicherheitsbehörden angeordnet.
Russland und Belarus weisen die ukrainischen Vorwürfe über mögliche Operationen von belarussischem Gebiet im Krieg weiterhin entschieden zurück. Gleichzeitig meldeten beide Kriegsparteien erneut Angriffe mit Toten und Verletzten in mehreren Regionen der Ukraine.
Laut «Welt» griff die Ukraine ausserdem eine Erdgasverarbeitungsanlage im russischen Gebiet Orenburg an, deren Schäden nicht überprüfbar sind. Die Anlage liegt mehr als 1200 Kilometer von den umkämpften Frontabschnitten im Osten und Süden der Ukraine entfernt.
Internationale Unterstützung wächst
In Danzig begann die internationale Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine mit Vertretern zahlreicher europäischer Staaten und Organisationen. Deutschland wird dort von Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan vertreten.

Präsident Selenskyj bleibt der Konferenz nach ukrainischen Angaben wegen eines Streits mit Polen über historische Fragen fern. Die europäischen Partner sicherten der Ukraine dennoch weitere politische und wirtschaftliche Unterstützung für die kommenden Jahre zu.
Wie der «BR» berichtet, steht der Wiederaufbau des Landes trotz der anhaltenden Kämpfe weiterhin im Mittelpunkt internationaler Beratungen. Die Konferenz soll zusätzliche Hilfen und langfristige Investitionen für die Ukraine im Krieg vorbereiten.
















