Kolumbiens Präsident weist Trump-Drohungen zurück

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Kolumbien,

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat scharf auf die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Die Äusserungen seien eine «illegitime Drohung», er werde sie genau prüfen, schrieb Petro auf X.

ARCHIV - Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro spricht während der Vereidigungszeremonie von General Rincon als neuer nationaler Polizeidirektor. Foto: Ivan Valencia/AP/dpa
ARCHIV - Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro spricht während der Vereidigungszeremonie von General Rincon als neuer nationaler Polizeidirektor. Foto: Ivan Valencia/AP/dpa - Keystone/AP/Ivan Valencia

Sollte gegen ihn selbst vorgegangen werden, warnte Petro vor schweren Folgen. «Sollten sie den Präsidenten festnehmen, den ein Grossteil meines Volkes schätzt und respektiert, werden sie den Volksjaguar entfesseln.» Damit dürfte Petro den Zorn des Volkes meinen – der Jaguar, die grösste Raubkatze Südamerikas, ist in den Regenwäldern des Landes beheimatet.

Zugleich rief der Staatschef die Sicherheitskräfte zur Loyalität auf. «Jeder Soldat in Kolumbien hat ab sofort einen Befehl: Jeder Kommandant der Sicherheitskräfte, der die Flagge der USA der Flagge Kolumbiens vorzieht, wird auf Befehl der Basis, der Truppe und mir sofort aus der Institution entlassen.» Er habe Vertrauen in sein Volk: «Der Befehl an die Sicherheitskräfte lautet, nicht auf das Volk zu schiessen, sondern auf den Angreifer.»

Trump hatte Kolumbien zuvor scharf attackiert. Der Republikaner sagte, das Land werde von einem «kranken Mann» regiert, der es liebe, «Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen». Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump: «Das klingt für mich gut.»

Petro wies Vorwürfe zurück, Kolumbien unternehme zu wenig gegen den Drogenhandel. Er verwies etwa auf grosse Kokainbeschlagnahmen und Einsätze gegen bewaffnete Gruppen. «Ich bin weder illegitim noch ein Drogenhändler», schrieb er auf X.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen und ihn ausser Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. Kolumbien ist ein Nachbarstaat von Venezuela in Südamerika und gilt als wichtiger Produktionsstandort für Kokain.

Kommentare

User #3705 (nicht angemeldet)

Ich warte auf den Tag wo ich am morgen aufstehe und in der Zeitung steht er ist weg!

User #4370 (nicht angemeldet)

Wer meint Trumpel geht es um Drogen oder gar Menschenwohl liegt definitiv falsch. Seit Jahren wollten die USA das Öl von Venezuela. Denn ohne dieses sind sie Geopolitisch und somit auch militärisch noch schneller am Boden. Die Zeiten der Weltpolizei USA geht hernieder. BRICS, China & Russland militärisch und Indien und Pakistan sind auch Atommächte. Neue Zahlungsabwicklungen außerhalb SWIFT und und und Ami go home

Weiterlesen

crans-montana
Kinder nachts in Bar
trump
345 Interaktionen
«Recht des Stärkeren»

MEHR IN POLITIK

2 Interaktionen
Tel Aviv/Hargeisa
3 Interaktionen
Baselbiet
2 Interaktionen
Nidwalden
17 Interaktionen
Berlin

MEHR AUS KOLUMBIEN

Kolumbien Venezuela Angriff Petro
37 Interaktionen
USA vs. Venezuela
gustavo petro
8 Interaktionen
«Logik von Trump»
Kolumbien Präsident Uribe
1 Interaktionen
Wegen Mordes