Kim Jong Un

    Kim Jong Un entschuldigt sich nach Tod von Behördenmitarbeiter

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    Ein Südkoreaner wurde von nordkoreanischen Sicherheitskräften erschossen. Kim Jong Un hat sich nun für die «schändliche Angelegenheit» entschuldigt.

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    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-Un. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Südkoreaner wurde von nordkoreanischen Sicherheitskräften erschossen.
    • Nun hat sich Kim Jong Un dafür entschuldigt.

    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich nach Angaben Seouls für den Tod eines Südkoreaners in nordkoreanischen Gewässern entschuldigt. Kim habe den Vorfall als «schändliche Angelegenheit» bezeichnet, erklärte der südkoreanische Nationale Sicherheitsberater Suh Hoon in Seoul am Freitag. Er bat demnach um Entschuldigung dafür, dass er «Präsident Moon Jae In und die Südkoreaner enttäuscht» habe.

    Der Mitarbeiter der südkoreanischen Fischereibehörde war am Dienstag von nordkoreanischen Sicherheitskräften erschossen worden. Nach Angaben aus Seoul wurde seine Leiche offenbar als Vorsichtsmassnahme gegen die Corona-Pandemie verbrannt.

    Südkoreaner unter unklaren Umständen verschwunden

    Er war zuvor unter unklaren Umständen von seinem Patrouillenboot verschwunden und dann in nordkoreanische Gewässer gelangt. Südkoreanischen Militärvertretern zufolge wurde der Mann über mehrere Stunden auf See verhört. Dabei habe er den Wunsch geäussert, sich in den Norden abzusetzen, sei aber nach einem «Befehl von höherer Stelle» getötet worden.

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    Blick auf Nordkorea von der südkoreanischen Insel Yeonpyeong. - POOL/AFP/Archiv

    Suh las einen Brief der nordkoreanischen Regierungspartei vor. Darin räumt Pjöngjang ein, etwa zehn Schüsse auf den Mann abgegeben zu haben, der «illegal in unsere Gewässer eingedrungen» sei und sich geweigert habe, sich ordnungsgemäss auszuweisen.

    Entschuldigungen aus Nordkorea sind äusserst selten. Der Vorfall hatte die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den Nachbarländern weiter belastet. Die Spannungen haben sich seit dem Scheitern eines Gipfeltreffens zwischen Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump im Februar vergangenen Jahres deutlich verschärft. Seither liegen die Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea über einen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms auf Eis.

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