Kanada und Trump wollen Streit um Grenzbrücke beilegen
Weil Kanada Handelsgespräche mit China aufgenommen hatte, wollte Trump eine Grenzbrücke blockieren. Laut Premierminister Mark Carney gibt es nun eine Lösung.

Nach tagelangen Spannungen signalisieren Kanada und USA Gesprächsbereitschaft. US-Präsident Donald Trump hatte die Blockade der Eröffnung der Gordie Howe International Bridge angedroht.
Die Situation werde geklärt, sagte Kanadas Premierminister Mark Carney am Dienstag, berichtet der «Tagesspiegel».
Carney telefonierte mit Trump und betonte, die Lage werde beigelegt. Details nannte der kanadische Regierungschef allerdings nicht.
Trumps Drohung an Kanada sorgte für Empörung
Trump hatte die Eröffnung der Brücke zwischen Detroit und Windsor blockieren wollen. Der Grund: Kanadas Annäherung an China in Handelsfragen, schreibt das «ORF».
Der US-Präsident forderte mindestens 50 Prozent Eigentumsanteil an der Brücke. Zudem warf er Kanada vor, keine amerikanischen Produkte wie Stahl verwendet zu haben.
Tatsächlich finanzierte Kanada die Baukosten von 4,7 Milliarden Dollar vollständig. Carney widersprach Trumps Darstellung in einem Telefonat, berichtet «T-Online».
Weisses Haus bleibt hart
Das Weisse Haus erklärte, die gegenwärtige Vereinbarung sei für Trump nicht akzeptabel. Konkrete Angaben zu den Verhandlungen machte Trump bislang nicht.
Allerdings kündigte er an, man werde unverzüglich Gespräche aufnehmen, schreibt der «Tagesspiegel». Trump nutzt häufig Zölle als Druckmittel gegenüber Verbündeten.
Bisweilen setzt er seine Drohungen jedoch nicht um. Die Brückenblockade könnte sich als reines Verhandlungsinstrument erweisen.
Carney bekräftigt kanadische Position
Carney stellte klar, dass Kanada für den Bau bezahlt habe. Er widersprach auch der Behauptung, kein amerikanischer Stahl sei verwendet worden.

Es sei sowohl kanadischer als auch US-Stahl zum Einsatz gekommen, berichtet «T-Online». Die Mauteinnahmen sollen die Baukosten refinanzieren.
Die Brücke gilt als wichtiges Projekt für den nordamerikanischen Handel. Ob Trump seine Blockadedrohung wahrmacht, bleibt unklar.












