Zehn Tote nach Schüssen an Schule in Kanada
An einer Schule in Kanada kam es zu einer Schiesserei. Zehn Menschen wurden getötet, mindestens zwei Dutzend weitere verletzt.

Das Wichtigste in Kürze
- In der kanadischen Gemeinde Tumbler Ridge gab es an einer Schule eine Schiesserei.
- Mindestens sieben Schülerinnen und Schüler wurden dabei getötet, etwa 25 verletzt.
- Der mutmassliche Täter sei ebenfalls tot, so die Polizei.
Ein Schütze hat in einer Schule in Kanada sieben Menschen getötet und mehr als zwei Dutzend weitere verletzt.
Der mutmassliche Täter sei ebenfalls tot, erklärte die Polizei in der westlichen Provinz British Columbia. An einem zweiten Ort, der wahrscheinlich mit der Tat in Verbindung stehe, seien zwei weitere Tote gefunden worden.
Die Polizei wurde nach eigenen Angaben um 13.20 Ortszeit (21.20 Uhr Schweizer Zeit) über Schüsse an einer Schule in der Gemeinde Tumbler Ridge informiert. Bei der Ankunft hätten Beamte sechs Tote entdeckt.
Zehn Tote und etwa 25 Verletzte
Zwei Verletzte seien per Hubschrauber mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Eine weitere Person sei auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen.
Etwa 25 weitere Personen werden demnach wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen behandelt.

Über das Motiv herrscht noch Rätselraten. Auch, ob es sich bei den Toten um Kinder oder Lehrkräfte handelt, wurde nicht mitgeteilt.
Erst müssten die Opfer identifiziert und die Familien benachrichtigt werden, hiess es. Die mutmassliche Täterin sei durch eine «selbst zugefügte Verletzung» gestorben.
Erfahrung war für Schüler «surreal»
Gegenüber «CBC» berichtet ein Schüler zur Schiesserei: «Wir haben Tische genommen und die Türen verbarrikadiert.»
Das Ganze habe «fast surreal» gewirkt. «Es fühlte sich an, als wäre ich an einem Ort, den ich bislang nur aus dem Fernsehen kannte.»
Auch Provinz-Premier David Eby drückte es ähnlich aus: «Es ist etwas, das gefühlt nur anderswo passiert.»
Carney drückt sein Beileid aus
Der kanadische Premierminister reagierte mit Bestürzung auf den Vorfall. Er sei «zutiefst erschüttert», schrieb Mark Carney auf der Plattform X.

«Meine Gebete und mein tiefstes Beileid gelten den Familien und Freunden, die durch diese schrecklichen Gewalttaten Angehörige verloren haben.»
Die Polizei hatte in der Gegend mehrere Stunden lang dazu aufgerufen, Türen zu verriegeln. Und die Menschen aufgefordert ihre Häuser oder Geschäfte bis auf weiteres nicht zu verlassen.
Identität des Schützen ist geklärt
Laut dem kanadischen Sender CBC hat die Polizei die Identität des mutmasslichen Schützen inzwischen geklärt. Am Nachmittag war dem Sender zufolge nach einer «Frau in einem Kleid» gefahndet worden.
Aus Datenschutzgründen und zum Schutz der Ermittlungen würden derzeit aber keine genaueren Details bekanntgeben, hiess es.

Der Ort Tumbler Ridge liegt Luftlinie rund 700 Kilometer nordöstlich von Vancouver. Laut eigenen Angaben zählt die Gemeinde etwa 2700 Einwohner.
In Kanada kommt es deutlich weniger häufig zu Schusswaffengewalt als im südlichen Nachbarland USA. Dort kommt es immer mal wieder zu Schüssen an Schulen.












