Die Juso-Bundesvorsitzende Jessica Rosenthal hat bei SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz eine enge Einbindung des Nachwuchsverbands in die Verhandlungen mit Grünen und FDP eingefordert.
Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal
Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal - POOL/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • SPD-Nachwuchs will «nicht am Katzentisch des Kanzlers sitzen».

«Olaf Scholz weiss sehr genau, was uns als Jusos wichtig ist, und ich bestehe darauf, dass diese Punkte sich auch im Koalitionsvertrag wiederfinden», sagte Rosenthal der Düsseldorfer «Rheinischen Post» und dem Bonner «General-Anzeiger» vom Donnerstag.

«Die Jusos sind nicht angetreten, um am Katzentisch des Kanzlers zu sitzen», sagte Rosenthal. «49 Jusos im Bundestag - das ist eine Ansage, die niemand übersehen kann.» Die Jusos wollten bei den Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen ihr «Gewicht deutlich einbringen».

Zugleich machte Rosenthal deutlich, dass die SPD-Nachwuchsorganisation Scholz bei der Kanzlerwahl im Bundestag ohne Vorbehalte unterstützen werde. «Wir werden mit viel Enthusiasmus das Kreuz bei Olaf Scholz machen, denn er wird derjenige sein, der unsere inhaltlichen Vorstellungen umsetzen wird.»

Die Jusos stehen innerhalb der SPD besonders links - anders als Kanzlerkandidat Scholz, der sich um eine Positionierung in der Mitte bemüht. Als sich Scholz vor zwei Jahren um den Parteivorsitz bewarb, erfuhr er wenig Unterstützung von den Jusos.

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