Japaner im Iran inhaftiert - Tokio fordert Freilassung
Die Regierung in Tokio fordert vom Iran die Freilassung eines japanischen Staatsangehörigen. Er sei am 20. Januar von den iranischen Behörden festgenommen worden und sitze in Haft, gab der stellvertretende japanische Regierungssprecher Masanao Ozaki bekannt. Japan fordere die baldige Freilassung. Nähere Angaben wollte der Sprecher unter Verweis auf die Privatschutzsphäre nicht machen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich um einen japanischen Journalisten, der im Rahmen der jüngsten Proteste in der Islamischen Republik festgenommen worden war.

Japans Regierung stehe in Kontakt mit dem Inhaftierten und den Familienangehörigen und leiste die erforderliche Unterstützung, sagte der Sprecher. Anfang Januar hatte Irans Sicherheitsapparat Massenproteste im Land brutal niedergeschlagen. Laut Aktivistennetzwerk HRANA kamen mehr als 7.000 Menschen ums Leben, unter ihnen auch mehr als 200 Staatskräfte. Es kam zu rund 53.500 Festnahmen. Die Demonstrationen, ausgelöst zunächst durch eine massive Wirtschaftskrise, waren die schwersten seit Jahren.










