Wasser

    Japan will aufbereitetes Wasser aus Akw Fukushima ab diesem Jahr ins Meer leiten

    AFP
    AFP

    Japan,

    Japan will noch in diesem Jahr mehr als eine Million Tonnen aufbereitetes Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima ins Meer leiten.

    Arbeiten am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima
    Arbeiten am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Regierung: Freisetzung soll im Frühjahr oder Sommer erfolgen.

    Der Plan sei von der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA gebilligt worden, teilte der leitende Regierungssekretär Hirokazu Matsuno am Freitag Journalisten mit. Dennoch werde die Regierung auf einen «umfassenden Bericht» der UN-Organisation warten, bevor die Freigabe erfolge, sagte er.

    «Wir gehen davon aus, dass die Freisetzung irgendwann in diesem Frühjahr oder Sommer erfolgen wird», sagte Matsuno. Zuerst müssten die entsprechenden Anlagen fertig gestellt und getestet sein. Die Regierung werde «die grösstmöglichen Anstrengungen unternehmen, um die Sicherheit zu gewährleisten», sagte er mit Blick auf die anhaltenden Bedenken der Nachbarländer und örtlichen Fischer.

    Das am Meer gelegene Atomkraftwerk Fukushima war kurz nach einem schweren Erdbeben am 11. März 2011 von einem fast 15 Meter hohen Tsunami getroffen worden. Das Kühlsystem des Kraftwerks fiel aus, in drei der sechs Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986. Durch den Tsunami kamen etwa 18.500 Menschen ums Leben. Der Rückbau der Reaktoren wird laut Schätzungen bis zu 40 Jahre dauern.

    In der Zeit von April bis November vergangenen Jahres fielen täglich durchschnittlich 100.000 Liter kontaminiertes Wasser an. Es setzt sich aus Kühlwasser sowie aus Grund-, Meer- und Regenwasser zusammen, das in das Gebiet sickert. Um verschiedene radioaktive Trümmer zu entfernen, wird das Wasser gefiltert und in Lagertanks geleitet – bislang befinden sich 1,3 Millionen Tonnen Wasser auf dem Gelände. Doch der Platz wird allmählich knapp.

    Nach Angaben des Betreibers Tepco entspricht das aufbereitete Wasser den nationalen Normen – mit Ausnahme des Elements Tritium, das nach Ansicht von Experten nur hochdosiert für Menschen schädlich ist. Tepco plant, das Wasser zu verdünnen, um den Tritiumgehalt zu senken, und es über mehrere Jahrzehnte durch eine ein Kilometer lange Unterwasserleitung ins Meer abzuleiten.

    Die IAEA erklärte, die Freisetzung entspreche den internationalen Standards und werde «der Umwelt keinen Schaden zufügen». Regionale Nachbarn, darunter China und Südkorea, und Umweltorganisationen wie Greenpeace haben den Plan hingegen kritisiert.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    rosenwasser
    428 Interaktionen
    «Wollten Rosenwasser»
    leu
    700 Interaktionen
    «Schämt euch»

    MEHR IN POLITIK

    lisa mazzone
    1 Interaktionen
    Grünen-Präsidentin
    stevens
    6 Interaktionen
    Lansing
    1 Interaktionen
    Neu-Delhi

    MEHR WASSER

    Kanton Nidwalden
    1 Interaktionen
    Kanton Nidwalden
    Domleschg GR
    201 Interaktionen
    Extreme Trockenheit

    MEHR AUS JAPAN

    7 Interaktionen
    Tokio
    «Nintendo Switch Sports Resort»
    Für Switch 2
    Final Fantasy Resonance
    Pixelgrafik
    Idefix
    2 Interaktionen
    Zum Marsmond