IT-Systemeinführung verursacht «Arbeitsstau bei Arbeitslosenkassen»
Die Einführung des IT-Systems Asal 2.0 am 6. Januar durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat technische Probleme verursacht. Laut Seco gibt es «derzeit einen Arbeitsstau bei den Arbeitslosenkassen».

Die Tamedia-Zeitungen hatten am Montag berichtet, dass die Auszahlung der Taggelder für Arbeitslose im Januar aufgrund technischer Probleme bei Asal 2.0 ungewiss sei. Betroffen sei ein Grossteil der rund 145'000 aktuell Arbeitslosen in der Schweiz.
Beim Seco hiess es dazu auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass diese Systemeinführung für die Arbeitslosenkassen zu einem vorübergehend erhöhten operativen Aufwand und damit zu einer längeren Dossier-Bearbeitungszeit führe.
«Aufgrund der komplexen IT-Landschaft, der vielen unterschiedlichen Schnittstellen zu weiteren Systemen und den punktuell sehr starken Systembelastungen nach der Wiederaufnahme des Betriebs, kann es während der Stabilisierungsphase zu unvorhergesehen Problemen kommen», so das Seco weiter.
Ein grosser Teil der technischen Schwierigkeiten habe bereits gelöst werden können, und die Seco-Fachpersonen arbeiteten intensiv an der Behebung der noch bestehenden Störungen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehe das Seco weiterhin davon aus, dass die Auszahlung der Arbeitslosenentschädigungen innerhalb des folgenden Monats gewährleistet sei.
Bei den Auszahlungen im Dezember 2025 ist es laut Seco nicht zu verbreiteten Verzögerungen bei der Auszahlung gekommen. Die allermeisten Arbeitslosenkassen hätten sämtliche zahlungsreifen Anträge bearbeitet und ausbezahlt.
Die Arbeitslosenkassen seien aufgefordert worden, die Arbeitslosenentschädigung für Dezember 2025 bei Vorliegen der nötigen Dokumente bereits vor der Einführung des neuen Systems auszuzahlen. Begleitend dazu seien die versicherten Personen gebeten worden, die für die Auszahlung der Arbeitslosenentschädigung nötigen Dokumente frühzeitig bei den Arbeitslosenkassen einzureichen.






