Hisbollah rechtfertigt Terrorüberfall vom 7. Oktober
Die libanesische Hisbollah hat den Terrorüberfall auf Israel vor drei Jahren erneut verteidigt.

In einer Erklärung zum dritten Jahrestag des 7. Oktobers bezeichnete sie den Angriff palästinensischer Extremisten als «mutigen und gerechtfertigten Akt des Widerstandes». Die Attacke habe sich gegen einen von arabischen Regierungen geförderten «defätistischen Normalisierungsprozess» mit Israel gerichtet.
Am 7. Oktober 2023 hatten die islamistische Hamas und andere bewaffnete palästinensische Gruppen den Süden Israels überfallen. Sie töteten nach offiziellen Angaben rund 1.200 Menschen und verschleppten mehr als 250 weitere in den Gazastreifen. Dieser Angriff löste den Gaza-Krieg aus, in dessen Verlauf weite Teile des Palästinensergebiets zerstört wurden.
Einen Tag nach der Attacke begann die Hisbollah vom Südlibanon aus mit Raketen- und Artilleriebeschuss auf Nordisrael. Die Führung der Miliz begründete den Beschuss als Unterstützung für die Hamas. Das israelische Militär reagierte mit Luftangriffen und Bodentruppen. Als Folge der militärischen Auseinandersetzungen wurden nach Angaben der libanesischen Gesundheitsbehörde mehr als 8.950 Menschen getötet und rund 30.650 weitere verletzt.
Zudem richtete die israelische Armee einseitig eine «Sicherheitszone» im Südlibanon ein, um nach eigenen Angaben Angriffe der Hisbollah auf den Norden des Landes zu verhindern. Das von Israel kontrollierte Areal umfasst nach geografischen Berechnungen libanesischer Medien rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes.










