Israel meldet gezielten Angriff auf Hamas-Kommandeur in Gaza
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im nördlichen Gazastreifen einen Kommandeur der islamistischen Hamas gezielt angegriffen. Nach palästinensischen Medienberichten wurde in Beit Lahia mindestens ein Palästinenser getötet.

Nach Darstellung der israelischen Armee plante der Mann «Terrorangriffe auf israelische Truppen, die im Gazastreifen operieren». Er sei angegriffen worden, um eine Bedrohung von Soldaten zu beseitigen. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.
Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, es sei der erste Angriff dieser Art im Gazastreifen, der seit einer Einstellung gezielter Tötungen auf Anweisung der politischen Führung und mit Genehmigung des israelischen Generalstabschefs Ejal Zamir ausgeführt worden sei.
Der zuletzt veröffentlichte Gaza-Fahrplan des «Board of Peace» sieht unter anderem eine Einstellung gezielter Angriffe Israels auf Palästinenser in dem Küstenstreifen vor. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zwar gesagt, er lehne den Fahrplan ab. Nach Medienberichten hatte Israel dennoch Angriffe dieser Art auf US-Druck hin bislang unterlassen.
Israelische Truppen blieben gemäss der Vereinbarung im Gazastreifen stationiert und würden «weiterhin tätig sein, um jede unmittelbare Bedrohung zu beseitigen», hiess es in der Mitteilung.














