Irans Präsident fordert neuen Politikstil

    Keystone-SDA
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    Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich für eine grundlegende Änderung des Führungsstils im Land ausgesprochen. Zugleich wies sein Büro Rücktrittsgerüchte zurück.

    Massud Peseschkian
    Massud Peseschkian ist Präsident von Iran. (Archivbild) - keystone

    Peseschkian sagte laut der den Revolutionsgarden nahestehenden Agentur Fars, die Führung könne nicht allein aus einer begrenzten Gruppe von Führungskräften und Beamten bestehen. Er verlangte stattdessen die Einbindung aller gesellschaftlichen Schichten, wirtschaftlicher Akteure und Wissenschaftler sowie der Bevölkerung.

    Peseschkian gilt als Reformer. Seine Forderung steht im Kontrast zur Machtstruktur. Ein Blick auf die wichtigsten Vertreter der iranischen Führung zeigt, dass viele Schlüsselpositionen seit Jahrzehnten durch Personen mit engen Verbindungen zu den Islamischen Revolutionsgarden besetzt sind.

    Der Präsident sagte weiter, je ehrlicher man mit der Bevölkerung spreche und sie in den Prozess der Entscheidungsfindung und Problemlösung einbezöge, desto grösser sei die Chance, Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Wenn die Menschen mit Notlagen konfrontiert seien, müssten auch die Verantwortlichen an ihrer Seite stehen und sich um die Lösung der Probleme bemühen.

    Zugleich wies das Büro von Peseschkian Berichte zurück, wonach der Präsident seinen Rücktritt beim obersten Revolutionsführer Modschtaba Chamenei eingereicht habe. Präsident Peseschkian werde nicht davon ablassen, dem Volk zu dienen, hiess es.

    Peseschkian rief ausserdem die Bevölkerung erneut zum Energiesparen auf. Gelinge es nicht, den Verbrauch von Strom, Gas und anderen Energieträgern zu senken, werde dies Teile der Industrieproduktion beeinträchtigen. Die Gesellschaft müsse sich der bestehenden Realitäten sowie Anforderungen und Kosten des Widerstands bewusst sein.

    Kommentare

    User #5947 (nicht angemeldet)

    Fordern kann er viel wenn man der Gegenseite keinen Millimeter vertrauen kann, selbst wenn diese einen Vertrag unterschreiben würde!

    User #4871 (nicht angemeldet)

    Das Sagen haben jetzt wohl die Revolutionsgarden im Iran und diese stehen nicht auf Reformen, welche ihnen nichts bringen und sie vielleicht sogar schwächen. Hehehe. LOL.

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