Regionale Unterhändler in Teheran zu Gesprächen

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Iran,

    In einem weiteren Versuch der diplomatischen Lösungssuche im Iran-Krieg treffen sich hohe Vertreter Pakistans, Saudi-Arabiens und der Türkei in Teheran zu Gesprächen. Pakistans mächtiger Armeechef Asim Munir sei am frühen Montagnachmittag (Ortszeit) angekommen, wie der staatliche iranische Rundfunk Irib mitteilte.

    iran
    Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian (rechts) bei einem Treffen mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir (links) in Teheran, Iran, am 24. August 2026. - keystone

    Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte laut Staatssender Press TV vor Reportern in Teheran, bei den Gesprächen in der iranischen Hauptstadt gehe es um gemeinsame regionale Sicherheitsinteressen.

    Für Saudi-Arabien sollte Verteidigungsminister Chalid bin Salman teilnehmen, der Bruder des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Auch der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalin würden anreisen, teilte ein Diplomat im saudischen Aussenministerium mit. Geplant sei ein Treffen mit Irans Präsident Massud Peseschkian und Mohsen Resai, Generalsekretär des mächtigen iranischen Sicherheitsrats. Ziel sei, im laufenden Konflikt zu deeskalieren und diplomatische Lösungen zu suchen, hiess es aus dem saudischen Aussenministerium.

    Erst in der Vorwoche war Pakistans Armeechef Asim Munir in Teheran zu Gesprächen gewesen. Angesichts der neuerlich wieder steigenden Kriegsgefahr mit den USA soll er dabei auch eine «letzte Warnung» an die iranische Regierung übergeben haben.

    Pakistan, Saudi-Arabien und die Türkei sind Teil eines neuen Militärbündnisses mit dem Namen «Mekka-Pakt». Am Freitag hatten sich die Aussenminister der drei Staaten gemeinsam mit ägyptischen Vertretern in Istanbul mit den Aussenministern Deutschlands, Italiens, Grossbritanniens und Frankreichs getroffen.

    Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz erklärte auf X, das Treffen der Mitglieder des Mekka-Pakts in Teheran sei ein wichtiges Signal: Dabei gehe es nicht nur um die Anerkennung, dass der Iran auch zukünftig eine zentrale Rolle in der Region spiele. Gerade die Golf-Staaten hätten wegen der Schäden an eigener Infrastruktur grosses Interesse, eine weitere kriegerische Eskalation zu vermeiden. Auch Pakistan wirkt aus Eigeninteresse – etwa seiner starken Abhängigkeit von Energielieferungen vom Golf – auf eine diplomatische Lösung hin.

    Vermittlungsversuche im Iran-Krieg gelten als festgefahren. Zuletzt war immer wieder diskutiert worden, dass die USA möglicherweise mit Israel nach den US-Midterms kommende Woche erneut im Iran angreifen könnten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Migros
    248 Interaktionen
    Kunden dürfen jubeln
    José Adelmo de Barros
    Winterthur

    MEHR IN NEWS

    Kanton Appenzell Innerrhoden
    Kanton Appenzell Innerrhoden

    MEHR AUS IRAN

    4 Interaktionen
    Teheran
    Teheran, die Hauptstadt des Irans.
    9 Interaktionen
    Teheran
    5 Interaktionen
    Teheran
    Abbas Araghtschi
    2 Interaktionen
    Teheran