Iran macht Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig
Der Libanon und Israel einigten sich auf eine zehntägige Waffenruhe. Derweil wollen die USA und der Iran weiterverhandeln.

Das Wichtigste in Kürze
- Die USA und der Iran befinden sich in einer temporären Waffenruhe.
- Der Iran hat die Strasse von Hormus freigegeben, droht aber mit der erneuten Blockade.
- Israel und der Libanon haben sich auf eine zehntägige Waffenruhe geeinigt.
Seit dem 8. April befinden sich die USA und der Iran in einer Feuerpause. Erste Verhandlungen über einen langfristigen Frieden wurden geführt, blieben aber erfolglos. In den nächsten Tagen sollen weitere Gespräche geführt werden.
Die USA blockieren derweil die Strasse von Hormus für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Am Freitag gab der Iran dann die Meerenge frei und fordert von den USA, dies ebenfalls zu tun. Andernfalls droht das Land mit Konsequenzen und der erneuten Sperrung.
Am Donnerstag einigten sich auch Israel und der Libanon auf eine Waffenruhe. Benjamin Netanjahu teilte aber mit, dass seine Truppen weiterhin nördlich der Grenze bleiben werden.
Im Ticker von Nau.ch bleibst du über die Lage im Nahen Osten und die Waffenruhen auf dem Laufenden.
Iran macht Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig
10.17: Der Iran macht die angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus nach einem Tag wieder rückgängig. Das teilte ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund nannte er eine anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA.
In der Erklärung heisst es weiter, der Iran habe einer kontrollierten Durchfahrt einer begrenzten Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen durch die Strasse von Hormus zugestimmt. Die USA hätten dagegen ihre Blockade fortgesetzt.

Aus diesem Grund sei die Kontrolle über die Strasse von Hormus wieder in den früheren Zustand zurückgekehrt: Die strategisch wichtige Meerenge unterliege der strengen Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte. Daran ändere sich nichts, solange die Vereinigten Staaten die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit von Schiffen vom Iran zu ihrem Bestimmungsort und von ihrem Bestimmungsort zurück in den Iran nicht wiederherstellten.
Neue Verhandlungen laut dem Iran am Montag
03.00: Ein iranischer Beamter verkündet gegenüber «CNN», dass die Verhandlungen mit den USA am Montag weitergingen. Die Verhandler beider Delegationen sollen demnach am Sonntag in Islamabad ankommen.

Zuvor sprach Donald Trump davon, dass die Gespräche am Wochenende fortgesetzt würden. Er sagte auch, dass es einen Deal in den nächsten «ein bis zwei Tagen» geben könnte.
Iran droht USA mit erneuter Schliessung der Strasse von Hormus
02.25: Der Iran hat mit der erneuten Schliessung der Strasse von Hormus gedroht, sollte die US-Blockade iranischer Häfen andauern. «Mit der Fortsetzung der Blockade wird die Strasse von Hormus nicht offen bleiben», schrieb Irans einflussreicher Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in der Nacht auf der Plattform X.
Die Durchfahrt durch die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge erfolge auf der vom Iran «festgelegten Route» und mit «iranischer Genehmigung», fügte Irans Chefunterhändler hinzu.
USA genehmigen milliardenschweren Rüstungsverkauf an Deutschland
00.21: Die USA haben den Verkauf von Rüstungsgütern im Wert von rund zehn Milliarden Euro an Deutschland genehmigt. Das US-Aussenministerium teilte mit, es habe eine entsprechende Anfrage der Bundesregierung bewilligt.
Konkret möchte Deutschland den Angaben zufolge unter anderem acht integrierte Gefechtsführungssysteme, moderne Radaranlagen sowie Startsysteme für Lenkflugkörper erwerben. Es ist Technik, mit der Kriegsschiffe Bedrohungen früh erkennen, abwehren und sich mit anderen Nato-Einheiten vernetzen können. Ziel ist es laut Mitteilung, die Fähigkeiten der deutschen Marine zur Landes- und Bündnisverteidigung zu stärken und die Zusammenarbeit mit US- und Nato-Streitkräften zu verbessern.












