In Serbien: Aleksandar Vucic bleibt Staatspräsident

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    Kroatien,

    Nach der Auszählung der Stimmzettel am Montag ist klar: Aleksandar Vucic bleibt der Staatspräsident in Serbien.

    Aleksandar Vucic Serbien
    Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vucic. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der bisherige Staatspräsident Serbiens bleibt dem Land erhalten.
    • Laut der Auszählung der Stimmzettel bleibt Aleksandar Vucic in seinem Amt.

    Aleksandar Vucic bleibt Staatspräsident Serbiens, wird jedoch seine Macht im Parlament neu justieren müssen. Das ergab am Montag die Auszählung fast aller Stimmzettel der Präsidenten- und Parlamentswahlen vom Sonntag.

    Noch in der Wahlnacht hatte Vucic die Möglichkeit einer Regierungskoalition mit der Partei der ethnischen Ungarn SVM angedeutet. Diese steht völlig unter dem Einfluss der im Nachbarland Ungarn regierenden rechtsnationalen Fidesz-Partei. Vucic betonte zudem, dass er den europäischen Weg fortsetzen wolle, zugleich aber gute Beziehungen zu Russland wünsche.

    Zdravko Ponos
    Der Präsidentschaftskandidat in Serbien, Zdravko Ponos. - keystone

    Vucic habe für seine zweite Amtszeit in Folge 58,6 Prozent der Stimmen erhalten. Dies teilte die Wahlkommission in Belgrad nach Auszählung von 95,7 Prozent der Stimmzettel mit. Nach diesem Stand kam Zdravko Ponos mit 18,3 Prozent auf Platz zwei.

    Im Parlament kam Vucics Fortschrittspartei SNS auf 42,9 Prozent der Stimmen. Er verfehlte damit die absolute Mehrheit, teilte die Wahlkommission nach Auszählung von 95,2 Prozent der Parlamentswahl-Stimmzettel mit. SNS könne nach diesem Stand mit 119 Mandaten rechnen.

    Letzte Wahl wurde von Opposition boykottiert

    Bei der letzten Parlamentswahl im Juni 2020 war SNS auf 63 Prozent gekommen. Damals hatte allerdings fast die gesamte Opposition die Wahl boykottiert. Vucic hatte jetzt die Parlamentswahl vorgezogen, mit dem Ziel: Die Zusammenlegung stärkt mit der Präsidentenwahl seine SNS im Parlament.

    Für die absolute Mehrheit im 250-köpfigen Parlament wären 126 Sitze notwendig. Vucics möglicher Koalitionspartner SVM kam laut Teilergebnissen auf 6 Mandate. Auf Platz zwei kam die Vereinigte Koalition für den Sieg Serbiens von Vucics Rivalen Ponos mit 13,6 Prozent.

    Belgrad Serbien
    Das Parlamentsgebäude in Belgrad. - Keystone

    Die Koalition um die Sozialistische Partei Serbiens lag mit 11,5 Prozent (32 Sitze) auf Platz drei. Weitere Parteien erhielten einstellige Ergebnisse. In Serbien gilt seit 2020 eine Drei-Prozent-Hürde für den Einzug in die Volksvertretung, davor waren es fünf Prozent gewesen.

    Serbien soll in die EU

    Vucic möchte sein Land in die EU führen, mit der seit 2014 Beitrittsverhandlungen laufen. Zugleich pflegt er gute Beziehungen zu seinem russischen Kollegen Wladimir Putin. Serbien stimmte einer Resolution der UN-Vollversammlung zur Verurteilung der russischen Invasion in die Ukraine zu. Es lehnte aber Wirtschaftssanktionen gegen Russland ab.

    In der Wahlnacht betonte Vucic: Es gelte für Serbien, «seinen europäischen Weg fortzusetzen und die Beziehungen zu traditionellen Freunden nicht zu ruinieren». Man werde mit Russland Verhandlungen über Gasimporte fortsetzen, ebenso wie «die Politik der militärischen Neutralität».

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