ICE nimmt rechtsextremen Blogger Milo Yiannopoulos fest

Keystone-SDA
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USA,

Ein rechtsextremer Blogger und Trump-Fan wurde von ICE festgenomen. Der Brite überschritt seine Aufenthaltsdauer und soll abgeschoben werden.

Milo Yiannopoulos
Der rechtsextreme Aktivist Milo Yiannopoulos wurde von ICE festgenommen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Milo Yiannopoulos, ein rechtsextremer Blogger, wurde von ICE festgenommen.
  • Bis zu seiner Abschiebung bleibt der Brite in ICE-Gewahrsam.
  • Er ist ein Unterstützer von Trump und Befürworter der Abschiebepraxis.

Der rechtsextreme Blogger Milo Yiannopoulos ist von der US-Migrationsbehörde ICE in Gewahrsam genommen worden. Die Beamten hätten Yiannopoulos, «einen illegalen Einwanderer aus dem Vereinigten Königreich», am Flughafen in Louisiana festgenommen, wie das Heimatschutzministerium auf der Plattform X mitteilte. Demnach hatte Yiannopoulos seine Aufenthaltsdauer überschritten.

Zuvor sei Yiannopoulos am 22. Juli von einem Einwanderungsrichter eine endgültige Ausweisungsverfügung erteilt worden, nachdem er nicht zu seiner Anhörung erschienen war. Bis zu seiner Abschiebung bleibe er nun in ICE-Gewahrsam.

yiannopoulos
Milo Yiannopoulos war seit Tag 1 ein Unterstützer von Donald Trump. - keystone

Yiannopoulos war lange als prominentes Gesicht amerikanischer Rechtsextremisten bekannt. Der offen schwul lebende Brite verbreitete Hetze gegen Frauen, Schwarze, Eliten und Liberale.

Erst als 2017 ein Interview kursierte, in dem er Sex zwischen Männern und Jungen verteidigte, kehrte ihm die Szene grossteils den Rücken: Yiannopoulos verlor seinen Buchvertrag mit dem Verlag Simon & Schuster, die Conservative Political Action Conference (CPAC-Konferenz) strich ihn von der Rednerliste und das rechte Onlinemedium Breitbart News kündigte Yiannopoulos.

Yiannopoulos lobte ICE

Yiannopoulos war zuletzt vor allem für seine Verbindungen zum US-Rapper Ye (zuvor Kanye West), bekannt, wie das Promi-Portal TMZ zu dem Fall berichtete. Er habe fast zwei Jahre lang für ihn gearbeitet, bevor die beiden 2024 ihre Zusammenarbeit aufkündigten.

Im vergangenen Jahr hatte Yiannopoulos sich auf X positiv zur Migrationsbehörde ICE geäussert: «Kalifornien braucht ICE-Kontrollpunkte an den Eingängen von Supermärkten, Tankstellen, Einkaufszentren, Kreuzungen und Regierungsgebäuden», schrieb er damals. Jeder, der an den Kontrollpunkten nicht nachweisen könne, dass er sich rechtmässig in den USA aufhält, solle «sofort abgeschoben» werden.

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