Gutachten stützt Aktiensteuer-Pläne von Finanzminister Scholz
Die von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) geplante Finanztransaktionssteuer belastet einem Gutachten zufolge nicht hauptsächlich Kleinanleger, sondern Grossinvestoren.

Das Wichtigste in Kürze
- Steuer belastet besonders Grossinvestoren.
Das berichtete die «Rheinische Post» am Donnerstag unter Berufung auf eine Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Die Forscher unterstützten demnach «die Einführung einer EU-Finanztransaktionssteuer zu einem so geringen Steuersatz». Scholz will Aktiengeschäfte mit einem Satz von 0,2 Prozent besteuern.
«Ein Grossteil des Steueraufkommens in Deutschland würde von professionellen Investoren aus dem Ausland geleistet, etwa von privaten US-Fonds oder von Staatsfonds, da diese die meisten Dax-Aktien halten und handeln», zitierte die «Rheinische Post» aus dem Papier. Privathaushalte würden demnach «nur einen geringen Anteil» zahlen.
Eine Aktiensteuer sei eine «international und historisch bewährte Steuer», heisst es in dem Papier weiter. Der deutsch-französische Vorschlag biete «die Chance, erstmals ein zentralisiertes und europaweit harmonisiertes, elektronisches Besteuerungssystem für Finanztransaktionen zu etablieren».
Eine Schwäche sehen die Kieler Ökonomen in der geplanten Ausnahme von Derivaten, wie die Zeitung berichtete. Das Gutachten sei von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) beauftragt worden, der die Steuerpläne insgesamt ebenfalls unterstütze.










