Goldenes Oval Office für immer? Zweifel an Trumps Denkmal-Plänen

    Keystone-SDA
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    USA,

    US-Präsident Donald Trump will sich mit seinem grossflächig mit Goldornamenten verzierten Arbeitszimmer verewigen und hat das Oval Office dafür zum Nationaldenkmal erklärt.

    Oval Office
    Der frisch renovierte Kabinettssaal im Weissen Haus ist zu sehen, nachdem Präsident Donald Trump am Donnerstag, dem 5. November 2026, in Washington im Oval Office gesprochen hatte. - keystone

    Ob er damit verhindern kann, dass seine Nachfolger den Raum wieder umgestalten, ist allerdings fraglich. Die Rechtswirksamkeit der Anordnung, die Trump am Donnerstag im Weissen Haus unterzeichnet hatte, sei unklar, schrieb die «Washington Post». Künftige Präsidenten würden dadurch nicht gehindert, das Oval Office neu zu dekorieren, hiess es in der Zeitung «USA Today».

    Trump hatte bei der Unterzeichnung gesagt, der Schritt werde es künftigen Präsidenten «theoretisch unmöglich» machen, ihr offizielles Arbeitszimmer ohne Zustimmung des Parlaments radikal umzubauen oder deutlich umzugestalten.

    In dem Dokument selbst heisst es allerdings: «Nichts in dieser Anordnung darf so ausgelegt werden, dass sie die Befugnis des Präsidenten einschränkt, das Denkmal neu zu gestalten (...), sofern die historische Struktur und der architektonische Charakter des Denkmals nicht wesentlich beeinträchtigt wird».

    Als Präsident hatte Trump zudem bereits selbst Anordnungen seiner Vorgänger zurückgenommen. Im Juli hatte er die Fläche des Naturschutzgebiets «Bears Ears» erheblich verkleinert, um den Weg für Erdölbohrungen und Kohlebergbau freizumachen. Damit machte er eine Massnahme seines Vorgängers Joe Biden rückgängig.

    Das Oval Office ist der bekannteste Raum im Weissen Haus. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Präsidenten-Arbeitszimmer auf unzähligen Fotos abgebildet, die auch die vom jeweiligen Präsidenten geprägte Inneneinrichtung festhielten. Trump gestaltete den Raum in seiner zweiten Amtszeit besonders beherzt um und liess vor allem zahlreiche Goldornamente an den Wänden anbringen.

    Die Renovierung des Arbeitszimmers sorgte immer wieder für Spott. Erst kürzlich hatte Ex-Präsident Barack Obama bei einem Auftritt im Wahlkampf gesagt, Trump sollte eher bei einem auf Hausbau, Inneneinrichtung und Renovierung spezialisierten TV-Sender zu sehen sein. Trumps Oval Office sehe aus, «als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet», sagte Obama in Anspielung auf den überladenen Luxus in Palastbauten des früheren irakischen Diktators und die für ihren eher kitschigen Dekor bekannte US-Restaurantkette.

    Trumps Republikaner hatten bei den US-Parlamentswahlen am Dienstag eine verheerende Niederlage hinnehmen müssen. Ab Beginn der neuen Legislaturperiode im Januar haben die Demokraten die Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses – derzeit kontrollieren die Republikaner noch das Repräsentantenhaus und den Senat.

    In den Tagen nach der Wahl sprach Trump hauptsächlich von seinen Architekturprojekten, darunter seine Pläne für einen Ballsaal, für den er bereits den Ostflügel des Weissen Hauses abreissen liess. Denkmalschützer gehen dagegen vor, der Ballsaal darf aber zunächst weitergebaut werden.

    Zudem verwies Trump auf seine Pläne, einen riesigen Triumphbogen zu bauen. Gegner des Projekts erzielten am Donnerstag allerdings einen ersten Erfolg vor Gericht: Eine Richterin setzte die Arbeit an dem umstrittenen, rund 76 Meter hohen Bauwerk zunächst für zwei Wochen aus, während die Rechtmässigkeit des Projekts geprüft wird.

    Die Anordnung der Richterin untersagt vorerst jegliche Arbeiten bis hin zum Abtragen des Rasens in dem grossen Kreisverkehr, in dem der Triumphbogen nach Trumps Vorstellungen errichtet werden soll. Das Bauwerk soll grösser werden als der berühmte Arc de Triomphe in Paris. Die Höhe wird unter anderem kritisiert, weil in der Nähe eine Einflugschneise des Washingtoner Reagan-Flughafens verläuft.

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