Fünf Tote bei Luftangriff auf Polizeistation in Gaza
Bei einem neuen israelischen Luftangriff auf eine Polizeistation im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. 15 weitere Personen seien verletzt worden.

Das teilte der Rettungsdienst Palästinensischer Roter Halbmond (PRCS) mit. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Polizei war auch eine Frau unter den Toten. Ein Sprecher des Innenministeriums sprach von einem «brutalen Massaker» gegen Polizisten. Die israelische Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall.
Bereits am Dienstag waren bei einem israelischen Angriff in Gaza sechs Menschen getötet worden. Nach Darstellung der israelischen Armee nahm diese mehrere Kommandeure der islamistischen Terrororganisation Hamas ins Visier. Diese hätten Angriffe auf israelische Soldaten in dem Küstengebiet geplant. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Der arabische Nachrichtensender Al Arabija hatte vor dem neuen Angriff berichtet, bei Gesprächen mit Repräsentanten des Gaza-Friedensrats habe Israel diese informiert, dass weitere Angriffe auf die Hamas-Polizei geplant seien. Der Friedensrat bemüht sich jedoch um ein vollständiges Ende Kampfhandlungen.
Die «Times of Israel» berichtete, bei einem Treffen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit dem US-Vermittler Jared Kushner am Montag habe es Streit gegeben, weil Israel darauf beharre, weiterhin mutmassliche Teilnehmer des Hamas-Massakers am 7. Oktober 2023 gezielt zu töten. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe, es kommt aber immer wieder zu tödlichen Angriffen. Anders als die Hamas lehnt Netanjahu einen Fahrplan des Friedensrats für eine Nachkriegsordnung in dem weitgehend zerstörten Küstenstreifen bisher ab.
Streit gibt es unter anderem darüber, dass die der Hamas übergebenen Waffen eingelagert und unter palästinensischer Kontrolle bleiben sollen. Israel fordert dagegen eine komplette Entfernung der Waffen aus dem Küstenstreifen. Die Regierung befürchtet, sie könnten der Hamas sonst wieder in die Hände fallen.










